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Fünf Mal Atacama-Wüste: So schwer ist die Rallye Dakar 2011

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Fünf Mal Atacama-Wüste: So schwer ist die Dakar 2011

30.12.2010, 15:12 Uhr | t-online.de, motorsport-total.com, Motorsport-Total.com, t-online.de

Fünf Mal Atacama-Wüste: So schwer ist die Rallye Dakar 2011. Spektakulär: Die 32 Prozent steile Abfahrt hinab nach Iquique (Foto: dpa)

Spektakulär: Die 32 Prozent steile Abfahrt hinab nach Iquique (Foto: dpa)

Mehr Kilometer, mehr Wüste und verschärfte Regeln: Die Rallye Dakar 2011 (1. bis 16. Januar) scheint die härteste Ausgabe zu werden, seitdem das Wüstenspektakel von Nordafrika nach Südamerika verlegt wurde. Alleine fünf Etappen führen auf der über 9000 Kilometer langen Strecke durch die gefürchtete Atacama-Wüste, der Anteil der Dünen wurde stark erhöht.

"Zurück zu den Wurzeln", lautete die Devise der Organisatoren, die mit dem schweren Streckenprofil ein Zeichen setzen wollen. "Alte Dakaristi", wie zuletzt Jutta Kleinschmidt in einem Interview mit t-online.de, haben immer wieder kritisiert, dass die Dakar in Südamerika nicht mehr das große Abenteuer sei.

32 Prozent Gefälle hinab zum pazifischen Ozean

Die Ausdauerfahrt über 13 Etappen und 9619 Kilometer (davon 5020 in Wertung) führt diesmal weiter nördlich als zuvor bis fast an die Grenze zu Bolivien. Nach der Anden-Überquerung geht es in der chilenischen Atacama-Wüste kreuz und quer durch unbekanntes Terrain, der Küstenort Arica an der Grenze zu Peru ist ebenfalls neu im Programm. Ein Highlight ist erneut der Zieleinlauf von Iquique, eine 2,3 Kilometer lange Steilabfahrt mit 32 Prozent Gefälle vor der Kulisse des pazifischen Ozeans.

Versteckte Wegpunkte auf 800 Meter begrenzt

Wieder am Start: Matthis Kahle und Co-Pilot Thomas Schünemann in ihrem Buggy (Foto: dpa)Wieder am Start: Matthis Kahle und Co-Pilot Thomas Schünemann in ihrem Buggy (Foto: dpa)Eine große Herausforderung stellt zudem eine Regeländerung dar, um die Navigation zu erschweren. Die sogenannten versteckten Wegpunkte, die die Teams anfahren müssen, sind in diesem Jahr noch schwerer ausfindig zu machen. Bis dato bekamen die Rallye-Crews bei der Hatz über Stock und Stein Signale, wenn sie sich in einem Radius von drei Kilometern um die Kursmarken befanden. Dieser wurde nun auf 800 Meter reduziert. "Mein Eindruck ist, dass die Rallye noch härter ist als in den vergangenen Jahren. Ich freue mich aber auf die neuen Strecken und Impressionen", sagte Co-Pilot Thomas Schünemann, der zusammen mit dem mehrfachen deutschen Rallye-Meister Matthias Kahle die Dakar wieder als einziges deutsches Duo im Buggy unter die Räder nimmt.

Begeisterte Fans nicht mehr wegzudenken

Neben der vielen neuen Streckenabschnitte hat die Dakar in Südamerika, obwohl sie dort erst zum dritten Mal ausgetragen wird, auch schon einige Klassiker zu bieten. Der Start- und Zielort Buenos Aires mit seinen hunderttausenden begeisterten Motorsportfans ist ebenso wenig wegzudenken wie der frühere Zieleinlauf am Lac Rose in Senegals Hauptstadt Dakar, die der Veranstaltung noch heute ihren Namen gibt. Und die Atacama-Wüste erweist sich als genauso ausgezeichneter Spielplatz für die Motorräder, Quads, Autos und Trucks wie ehemals die Sahara.

Vorletzte Etappe hat es in sich

Besonders die Wüste von Fiambala hat sich einen Namen gemacht - ein kurzer Dünenabschnitt, der 2011 am zehnten und damit viertletzten Tag der Dakar durchquert wird. "Wir haben dann schon mehr als 6000 Kilometer hinter uns, wenn wir nach Fiambala kommen", blickte Kahle voraus. "Das heißt, viele Fahrer und Fahrzeuge werden bis dahin schon ein paar Federn gelassen haben. Obwohl die Etappe nur über 176 Kilometer geht, kann die Reihenfolge hier noch einmal richtig durcheinander gewürfelt werden."

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