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DTM: Doppelsieg für Mercedes am Hockenheimring

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Schumacher kollidiert mit Scheider - Tomczyk scheidet aus

29.04.2012, 15:42 Uhr | dpa

DTM: Doppelsieg für Mercedes am Hockenheimring. Die britischen Rennfahrer Jamie Green (li.) und Gary Paffett im Mercedes AMG in Hockenheim. (Quelle: dpa)

Die britischen Rennfahrer Jamie Green (li.) und Gary Paffett im Mercedes AMG in Hockenheim. (Quelle: dpa)

BMW im Pech beim großen Comeback nach 20 Jahren: Trotz vielversprechender Ausgangsposition mussten die Münchner bei ihrer Rückkehr in das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) der Konkurrenz von Mercedes-Benz den Vortritt lassen. Beim ersten Saisonlauf siegte am Hockenheimring der Brite Gary Paffett vor seinem Landsmann Jamie Green. Dritter wurde Audi-Pilot Mattias Ekström, der von der Pole Position aus gestartet war. Die Top-Piloten von BMW, Titelverteidiger Martin Tomczyk und Bruno Spengler, schieden vor der Rekordkulisse von 71.000 Zuschauern dagegen früh aus. Für Ärger sorgte Ex-Formel1-Star Ralf Schumacher.

"Es ist fantastisch, wie es hier losgegangen ist", sagte der strahlende Paffett. "Es ist ein bisschen schade. Wir sind jetzt durch unser erstes Rennwochenende durch, darauf können wir aufbauen", sagte dagegen BMW-Motorsportchef Jens Marquardt. In der Qualifikation am Vortag hatte BMW noch überraschende Stärke demonstriert.

Schumacher bekommt Durchfahrtsstrafe

So starteten beim Rennen gleich vier BMW-Fahrer aus den Top Ten, Dirk Werner sogar vom dritten Platz aus. Werner verlor jedoch gleich beim Start drei Plätze. Er war in der zweiten Runde mit Ralf Schumacher kollidiert. Der Kerpener hatte bei einem Überholmanöver in der Spitzkehre zu spät gebremst und Werner sowie Spengler getroffen. Für den Kanadier war das Rennen zu Ende, Schumacher erhielt für seinen Kollisionskurs eine Durchfahrtsstrafe.

"Es hilft mir nichts, dass er eine Durchfahrtsstrafe erhalten hat", zeigte sich Spengler frustriert. "Ralf hat ungefähr 50 Meter zu spät gebremst und Dirk getroffen. Ich hatte keinen Platz mehr, um irgendwo anders hinzufahren. Ich hätte etwas Schlaueres von einem ehemaligen Formel-1-Fahrer erwartet. Das war an der Grenze."

Schon in der ersten Runde hatte Schumacher vor den Augen seines Bruders und Formel-1-Rekordweltmeisters Michael den zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider im Heck getroffen. "Warum ist denn sein Auto kaputt, wenn ich zu spät gebremst habe?", fragte Schumacher. "Dass ich zu schnell war, ist selbsterklärend. Offenbar konnte er das aber auch nicht besser", wehrte sich Schumacher.

Scheider kollidiert erneut - Tomczyk raus

Nach einem weiteren Zusammenstoß mit dem Spanier Roberto Merhi gab Audi-Pilot Scheider in der 13. Runde auf. "Der eine oder andere muss sich vielleicht mal überlegen, wie er ein Rennen angeht. So macht es keinen Sinn und keinen Spaß, wenn einer meint, er müsste Autoscooter fahren", sagte Scheider.

Titelverteidiger Tomczyk war bereits nach fünf Runden nach einer Kollision ausgeschieden - dieses Mal war Schumacher allerdings unschuldig. "Ich war die ersten Runden mehr oder weniger Passagier. Das habe ich noch nie erlebt", klagte Tomczyk. "Ich habe an jeder Ecke eine bekommen von anderen Fahrern. Vielleicht war jeder ein bisschen übermotiviert. Das ist schade."

Schumacher wird Siebter

Von der fünften Runde an hatte Mercedes die Kontrolle beim 65. DTM-Rennen auf dem Hockenheimring übernommen. Green führte vor seinem Kollegen Paffett, in der 15. Runde überholte dann Paffett. Für BMW fuhr lediglich der Brite Andy Priaulx als Sechster in die Punkteränge, Ralf Schumacher wurde trotz Kollisionskurses noch Siebter.

Kurz vor Beginn des Auftaktrennens hatte die DTM einen Coup verkündet: Die Rennserie wird weiterhin in der ARD zu sehen sein. Der Fernsehsender und DTM-Rechteinhaber und -vermarkter ITR gaben eine Verlängerung ihrer Kooperation um zwei Jahre bis Ende 2014 bekannt.

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