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DTM Spielberg: Verfahren gegen Audi und Scheider eröffnet

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Funkspruch-Affäre in der DTM  

Verfahren gegen Audi und Scheider eröffnet

12.08.2015, 12:20 Uhr | t-online.de, sid

DTM Spielberg: Verfahren gegen Audi und Scheider eröffnet . Timo Scheider beim Rennen in Spielberg.  (Quelle: imago/Eibner Europa)

Timo Scheider beim Rennen in Spielberg. (Quelle: Eibner Europa/imago)

DTM-Pilot Timo Scheider und Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich steht in der Funkspruch-Affäre Ärger ins Haus. Der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) hat ein Verfahren eingeleitet, ein Sprecher bestätigte entsprechende Medienberichte.

Scheider hatte in der letzten Runde des zehnten Saisonrennens in Spielberg die Mercedes-Fahrer Robert Wickens und Pascal Wehrlein ins Kiesbett befördert und ihr Rennen damit beendet. Wehrlein verlor die Gesamtführung deshalb an Scheiders Markenkollegen Mattias Ekström, der einen Start-Ziel-Sieg einfuhr. Sekunden vor der Aktion funkte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich an Scheider "Timo, schieb ihn raus."

"Keine eindeutige Rechtsbeziehung" zu Ullrich

Scheider, Ernst Moser vom Team Phoenix sowie Volker Nossek als Vertreter von Audi Sport seien um schriftliche Stellungnahme mit einer Frist von zwei Wochen gebeten worden, so der DMSB-Sprecher. Ullrich sei dagegen nicht direkt zu belangen, weil formal "keine eindeutige Rechtsbeziehung" zum Team bestehe, erklärte der Sprecher. Vertraglich haftbar seien lediglich der Fahrer und der Rennstall über Lizenzen sowie Hersteller Audi über eine Vereinbarung. Diese habe Nossek unterschrieben, nicht Ullrich.

"In dieser Angelegenheit sollen allein die Verantwortlichen mit einer Strafe belegt werden", sagte der Sprecher. Ullrich sei damit über Umwege im Falle eines Schuldspruchs doch zur Verantwortung zu ziehen.

Termin noch offen

Voraussichtlich am Ende der kommenden Woche werden die Einladungen zur Vorladung vor das DMSB-Gericht verschickt. Mit dem Einverständnis von Audi, dem ab diesen Zeitpunkt formal nochmals bis zu 14 Tage Vorbereitungszeit zustehen, könnte der Fall noch vor den nächsten Rennen am 29./30. August vor den Toren Moskaus geklärt werden. Laut DMSB stünden der 24., 25. und 26. August als mögliche Termine im Raum.

Ein mögliches Strafmaß reicht von einer Geldstrafe über weitere Wertungsausschlüsse bis hin zum Lizenzentzug.

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