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Olympia 2018: Streit um Grundstücke geht weiter

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Olympia-Organisatoren ignorieren Ultimatum

23.12.2010, 16:28 Uhr | dpa, dpa

Olympia 2018: Streit um Grundstücke geht weiter. 59 Landwirte lehnen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen ab. (Foto: dpa)

59 Landwirte lehnen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen ab. (Foto: dpa)

Die Gegner der deutschen Bewerbung für Olympia 2018 lassen nicht locker. Der Streit zwischen 59 Landwirten und den Verantwortlichen für München 2018 spitzt sich weiter zu. Die Bauern verweigern weiterhin die Nutzung ihrer Flächen für die Winterspiele. In einem Brief an IOC-Präsident Jaques Rogge bezeichneten sie die Entscheidung als "unumstößlich".

Ein Teil der verweigerten Flächen liege "im Kernbereich der drei Sportstätten", der Kandaharpiste, dem Hausberg und dem Skistadion am Gudiberg. Ohne diese Grundstücke seien die vorgesehenen Sportstätten "nicht funktionsfähig", schrieb der Anwalt der Landwirte, Ludwig Seitz. Das IOC werde bei einer "Prüfung der Bewerbungsunterlagen" auch zu dieser Überzeugung kommen, schlussfolgerte Seitz.

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"Die Bewerbung wird abgegeben"

Die Münchner Olympiamacher hatten ihre Bewerbung bis zum Ablauf des Ultimatums am Mittwoch um Mitternacht erwartungsgemäß nicht zurückgezogen. "Die olympische Bewerbung wird abgegeben", hatte Ministerpräsident Horst Seehofer schon unmittelbar nach der Forderung der Bauern erklärt. Die offizielle Bewerbung muss bis zum 11. Januar 2011 beim IOC in Lausanne abgegeben werden. Anfang März wird eine Evaluierungskommission des IOC die deutsche Bewerbung vor Ort unter die Lupe nehmen.

Politik möchte vermitteln

Seehofer versicherte in den vergangenen Tagen weiterhin die Gesprächsbereitschaft der Staatsregierung, die unverändert "einvernehmliche Lösungen mit den Betroffenen" anstrebe. Der bayerische Staatskanzleichef Siegfried Schneider, der die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern führt, hatte versichert, dass notfalls auch "entsprechende Ersatzlösungen bereitstehen".

Gegner-Anwalt Seitz verweist dagegen auf eine Versammlung, bei der Schneider vor über 50 Grundstückseigentümern auf die "Unverzichtbarkeit" der Flächen gepocht hatte. Nach Überzeugung seiner Mandanten sei auch "jeder denkbare Plan B nicht realisierbar", schrieb Seitz.

Garmisch-Partenkirchen soll Hauptschauplatz werden

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, glaubt nach wie vor, dass sich der Streit "klären" lassen werde. "Wir lassen uns das nicht von Einzelnen kaputtmachen", sagte Bach. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte erst in der vergangenen Woche die erforderlichen 47 staatlichen Garantien für die Bewerbung unterzeichnet.

Am Schauplatz Garmisch-Partenkirchen soll 2018 unter anderem auf Schanzen und Skipisten um Medaillen gekämpft werden. Zudem soll dort ein Olympisches Dorf für 2500 Personen entstehen. Das IOC entscheidet am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban über den Winterspielort 2018. Neben München bewerben sich Annecy in Frankreich und das schon zweimal mit einer Bewerbung gescheiterte Pyeongchang aus Südkorea.

Alternativen sind vorhanden

Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft reagierte gelassen auf den Brief der Olympia-Gegner. "Wir möchten nochmals betonen, dass es sich nicht um 59 Grundstückseigentümer handelt, sondern eine Hand voll, die für unsere Planungen eine Rolle spielen", sagte. Man setze weiterhin auf Gespräche mit den Grundstückseigentümern. Sollten diese erfolglos bleiben, haben man wettbewerbsfähige Alternativen.

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