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Olympia 2020: Charmante Madrilenen - Konkurrenz ohne Leichtigkeit

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Madrid, Tokio oder Istanbul?  

Olympia 2020: Charmante Madrilenen - Konkurrenz ohne Leichtigkeit

07.09.2013, 17:32 Uhr | dpa, sid

Olympia 2020: Charmante Madrilenen - Konkurrenz ohne Leichtigkeit. Drei Städte hoffen auf Olympia 2020. (Quelle: dpa)

Drei Städte hoffen auf Olympia 2020. (Quelle: dpa)

Die 125. IOC-Vollversammlung wählt heute in Buenos Aires den Gastgeber der Olympischen Spiele 2020. Madrid und Tokio liegen im Dreikampf klar vorn, Istanbul geht als Außenseiter in die entscheidende Abstimmung. Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, will den Gewinner gegen 22.00 Uhr bekanntgeben.

Kurz vor Entscheidung mit der Wahl des Olympia-Gastgebers 2020 durch die 125. IOC-Vollversammlung scheinen die Zeichen für die spanische Hauptstadt auf Sieg zu stehen.

Del Bosque, Nadal und Alonso grüßen aus der Ferne

Während sich die Konkurrenten Tokio und Istanbul auf den letzten Metern durch einen zähen Wahlkampf quälen, läuft es für Madrid wie geschmiert. Die Spanier fahren am Rio de la Plata alles auf, was Rang und Namen hat. Prinzessin Letizia und Kronprinz Felipe führen die Charme-Offensive an, die politischen Garantien unter den IOC-Mitgliedern verteilt Premierminister Mariano Rajoy, und für das Strippenziehen hinter den Kulissen ist Florentino Perez zuständig, der milliardenschwere Bauunternehmer und Präsident von Real Madrid.

Und während Basketball-Superstar Pau Gasol für die sportliche Note vor Ort sorgte, sandten Fußball-Nationaltrainer Vicente Del Bosque aus der Heimat, Tennis-Idol Rafael Nadal aus New York von den US Open und der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso aus Monza Grußbotschaften. "Olympische Spiele würden für unser Land einen gewaltigen Schub bedeuten", sagte Nadal, und Alonso fügte an, dass "Madrid es wirklich verdient, die Spiele auszurichten. Ich hoffe, dass es diesmal klappt."

Fukushima überstrahlt Tokio-Bewerbung

Schon die Präsentation des argentinischen Weltfußballers Lionel Messi als Madrid-Unterstützer hatte Eindruck hinterlassen. Die schwere Wirtschaftskrise, die angsteinflößend hohe Arbeitslosigkeit und erst recht die schleppende Anti-Doping-Politik schienen in der riesigen Eingangshalle des Hilton auf blank poliertem Marmor, in schweren Sesseln und kleinen Gesprächsrunden Lichtjahre entfernt. Kein Zweifel: Madrid hat einen Lauf.

Das können Tokio und Istanbul nicht von sich behaupten. Den Japanern wurde jüngst zu bunt. Nach nicht enden wollenden Diskussionen über potenzielle Gefahren durch atomare Verseuchung, Erdbeben und Tsunamis traten sie die Flucht nach vorne an. "Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Fukushima", sagte Bewerbungsdirektor Yuko Arakida, "aber wir hoffen, dass die Ausrichtung der Spiele 2020 den Kindern in der Region Inspiration und Trost bringen wird." Sorgen zerstreuen, die Herzen von 100 abgebrühten Sport-Funktionären gewinnen - Tokios Versuche wirken mehr und mehr verzweifelt, der Bewerbung geht immer mehr die Leichtigkeit verloren.

Wird die Wahl zum Politikum?

Wie Japans Premier Abe reist auch dessen Amtskollege Recep Tayyip Erdogan direkt vom G20-Gipfel in St. Petersburg nach Buenos Aires. Der türkische Premier hatte noch vor wenigen Wochen auf dem Taksim-Platz und im Gezi-Park im Herzen von Istanbul auf Demonstranten einprügeln lassen. Nun will er den IOC-Mitgliedern erklären, warum ausgerechnet sein Land als Gastgeber für die Jugend der Welt am besten geeignet ist - ein schwieriges Unterfangen. Unmöglich scheint die Wahl Istanbuls aber nicht zu sein, denn die fünfte Bewerbung der Stadt in den vergangenen 13 Jahren ist mit Abstand die stärkste.

Und sie braucht sich im Vergleich mit Madrid und Tokio nicht zu verstecken, auch wenn die Nachbarschaft zu Syrien in den vergangenen Tagen immer wieder Gesprächsthema war. Selbst viele der sonst so verschwiegenen IOC-Mitglieder betonten, dies würde in den Überlegungen keine Rolle spielen. Die endgültige Entscheidung, so ist aus IOC-Kreisen immer wieder zu hören, fällt erst am späten Abend, wenn die letzten Präsentationen anstehen.

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