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Olympia 2022: Deutsche Bewerbung als Zeichen gegen Peking und Co.

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Kommentar  

Deutsche Winterbewerbung als Zeichen gegen Peking und Co.!

01.08.2015, 08:07 Uhr | t-online.de

Olympia 2022: Deutsche Bewerbung als Zeichen gegen Peking und Co.. Diese Bürger gingen 2011 für Olympia in Bayern auf die Straße. (Quelle: imago/HochZwei)

Diese Bürger gingen 2011 für Olympia in Bayern auf die Straße. (Quelle: HochZwei/imago)

Ein Kommentar von Jens Bistritschan

Kaum war die Entscheidung über die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 zugunsten von Peking gefallen, war der Aufschrei groß. Zwar erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, das IOC habe „bereits in seinem Evaluierungsbericht kritische Themen wie Menschenrechte, Pressefreiheit und Arbeitsrechte pro-aktiv angesprochen und sich schriftliche Zusagen von der Regierung zur Einhaltung der Olympischen Charta geben lassen“. Ob das wirklich so passieren wird, darf angesichts der Erfahrungen bei den Sommerspielen 2008 bezweifelt werden.

Doch was sollte die Konsequenz sein? Florian Kasiske von "NOlympia Hamburg" fordert einen Verzicht der Hansestadt auf die Sommerspiele 2024, da diese „dem IOC eine Legitimation dafür verschafft, dass es sich immer wieder mit autoritären Regimen einlässt, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden“. Das ist angesichts der Konkurrenten von Hamburg (Rom, Madrid, Paris, Budapest und der noch aus den USA zu benennende Ersatzbewerber für Boston) natürlich eine sehr eigenwillige Interpretation.

Denn die Stoßrichtung muss eigentlich entgegengesetzt sein. Wer Olympia nicht in Staaten wie China und Kasachstan haben möchte - das waren nach dem Verzicht von München, St. Moritz, Oslo, Stockholm, Barcelona, Krakau und Lwiw die letzten übriggebliebenen Bewerber - ,sollte aktiv dafür sorgen, dass die Mitglieder nicht zwischen Pest und Cholera die Auswahl haben, wie einige Kommentatoren das Duell Peking gegen Almaty betitelten.

Mit bescheidener Bewerbung das IOC herausfordern

Ein starkes Zeichen wäre es angesichts des verbliebenen Bewerberfeldes, die Bemühungen für Olympische Winterspiele in Deutschland wieder aufzunehmen. Die Alpenregion bietet gute Voraussetzungen, was vorhandene Wettkampfstätten, begeisterungsfähiges Publikum und auch natürlichen Schnee anbelangt. München ist da eher ein Störfaktor. Man sollte ernsthaft überlegen, die bayerische Landeshauptstadt außen vor zu lassen.

Und wenn so dann eine bescheiden gehaltene Bewerbung rauskommt, müsste auch das IOC und dessen deutscher Präsident Thomas Bach Farbe bekennen, was für sie zählt: der Profit oder Spiele für die Athleten, Nachhaltigkeit und die Achtung der Menschenrechte.

Begrüßenswert wäre es, sollte noch ein anderes Land für die letztgenannten Kriterien stehen und seinen Hut in den Ring werfen. Dann hätten die Abstimmenden wieder die Qual der Wahl und nicht eine Abstimmung zwischen Pest und Cholera.

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