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Olympia 2016 Schwimmen: Franziska van Almsick fordert Kurswechsel

"So geht es nicht weiter"  

Van Almsick fordert deutlichen Kurswechsel im deutschen Sport

12.08.2016, 08:04 Uhr | sid, dpa

Olympia 2016 Schwimmen: Franziska van Almsick fordert Kurswechsel. ARD-Expertin Franziska van Almsick bei den Spielen in Rio. (Quelle: imago images/Eibner)

ARD-Expertin Franziska van Almsick bei den Spielen in Rio. (Quelle: Eibner/imago images)

Franziska van Almsick hat nach dem erneut enttäuschenden Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen drastische Änderungen im deutschen Sport gefordert.

"Juchuuu, endlich", sagte sie in der ARD voller Sarkasmus zum anstehenden Wechsel an der Spitze des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) und ergänzte: "Wir müssen etwas tun, nicht nur im Deutschen Schwimm-Verband. Wir sind nicht die einzigen. Das muss man jetzt nicht vertiefen, aber so geht es nicht weiter!"

"Davon reden wir seit Jahren"

Auf den Schwimm-Verband bezogen sagte van Almsick, es sei Zeit, "einen massiven Kurswechsel einzuläuten. Davon reden wir seit Jahren." Es habe einen "leichten" Kurswechsel gegeben durch "unseren Bundestrainer Henning Lambertz, aber auch er macht jetzt Druck und spürt, dass er was tun muss."

Lambertz stimmte van Almsick zu und fand ähnlich deutliche Worte. "Das System muss sich ändern, sonst sind wir nicht mehr existent", sagte er, nachdem auch Marco Koch als letzte Medaillenhoffnung unter seinen Möglichkeiten geblieben war.

Lambertz ist seit Anfang 2013 Chefbundestrainer und will nach Olympia auch von ihm eingeführte Neuerungen wie das Eliteteam der besten Sportler "extrem überdenken".

"Auch ich muss mich hinterfragen"

Zugleich forderte er mehr statt weniger finanzielle Förderung sowie einen Runden Tisch mit dem Verband und den Geldgebern Innenministerium und DOSB. "Wir sind uns einig: So kann es nicht weitergehen." Nach den geplatzten Medaillenhoffnungen von Weltmeister Koch, Weltrekordler Paul Biedermann und Europameisterin Franziska Hentke stehen die Beckenschwimmer wie bereits in London 2012 vor Spielen ohne Edelmetall.

Vor Olympia hatte der DSV Lambertz signalisiert, seinen Vertrag bis 2020 verlängern zu wollen. "Auch ich muss mich ja hinterfragen und will auf keinen Fall Schuld von mir weisen", sagte er. Lambertz stünde aber als Cheftrainer weiter zur Verfügung. "Ich denke nicht darüber nach, das sinkende Schiff zu verlassen."

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