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Boxen - Olympia 2016: Verband zieht nach Skandal-Urteilen Konsequenzen

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"Entscheidungen unter Niveau"  

Skandal-Urteile: Boxverband zieht Konsequenzen

18.08.2016, 07:22 Uhr | dpa

Boxen - Olympia 2016: Verband zieht nach Skandal-Urteilen Konsequenzen. Der Kasache Wassili Lewit (li.) ist Opfer einer krassen Fehlentscheidung der Kampfrichter geworden. Trotz klarer Überlegenheit verlor er sein Finale einstimmig nach Punkten. (Quelle: imago)

Der Kasache Wassili Lewit (li.) ist Opfer einer krassen Fehlentscheidung der Kampfrichter geworden. Trotz klarer Überlegenheit verlor er sein Finale einstimmig nach Punkten. (Quelle: imago)

Mehrere fragwürdige Urteile im olympischen Box-Turnier befeuern die Vorwürfe von Betrug und Korruption. Der Weltverband verbannt nun Ring- und Kampfrichter aus Rio de Janeiro.

Das olympische Boxen hat seinen nächsten Skandal. Nach mehreren krassen Fehlurteilen zieht der Box-Weltverband AIBA eine ungenannte Zahl an Ring- und Kampfrichtern von den Spielen in Rio de Janeiro ab.

"Weniger als eine Handvoll an Entscheidungen" sei nicht auf dem erwarteten Niveau getroffen worden, teilte die AIBA mit, nachdem alle bisherigen Kämpfe in Rio überprüft worden waren. Die Ergebnisse blieben jedoch allesamt bestehen.

Einige gravierende Fehlentscheidungen

Diverse Urteile bei den Sommerspielen in Rio hatten für Unmut bei den Boxern und Zuschauern gesorgt. Der Ire Michael Conlan wütete nach seiner Viertelfinal-Niederlage im Bantamgewicht gegen den Russen Wladimir Nikitin. Die AIBA sei von Korruption durchzogen, rief er in ein Mikrofon am Ring. "Sie sind verdammte Betrüger. Sie sind bekannt dafür, Betrüger zu sein. Amateurboxen stinkt von Kopf bis Fuß." Seiner Ansicht nach sei das Boxen tot.

Bereits nach dem Schwergewichts-Finale zwischen dem Kasachen Wassili Lewit und dem Russen Jewgeni Titschenko gab es erste Vorwürfe. Der Kasache verlor einstimmig nach Punkten, obwohl er nach objektiven Einschätzungen deutlich überlegen war. Einige Kommentatoren sprachen von einem skandalösen Urteil.

Das IOC schweigt

Das Internationale Olympische Komitee verwies in einer Stellungnahme auf die AIBA. Es sei zum derzeitigen Zeitpunkt keine Angelegenheit für das IOC, einzelne Kämpfe zu kommentieren, sagte ein Sprecher.

Deutscher Trainer Timm: "Das tut weh"

"Ich schiebe das alles weg, ich belaste mich nicht damit, weil es weh tut", sagte der deutsche Trainer Michael Timm, der in Rio unter anderen Artem Harutyunyan betreut. "Wir haben hier keinen Kampfrichter dabei, und wenn ich jetzt noch hingehe und sage: 'Oh mein Gott!' Nein, das geht nicht. Deshalb: rein, aus allen Lagen feuern, um die Punktrichter zu überzeugen."

Nicht der erste Skandal

Bereits bei vergangenen Olympischen Spielen hatte es einige Box-Skandale gegeben. Beispielsweise verlor der Amerikaner Roy Jones bei den Spielen 1988 im südkoreanischen Seoul trotz absoluter Überlegenheit gegen den Südkoreaner Park Si-hun.

In Akten des Staatssicherheitsdienstes fanden sich nach der Wiedervereinigung Berichte für bestochene Kampfrichter, doch das Exekutivkomitee des IOC konnte dafür keine Beweise feststellen.

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