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Olympia 2016: Robert Harting dachte an Karriereende

...

"Nicht verwunderlich"  

Harting verteidigt Olympia-Auftritt seines Bruders

01.09.2016, 14:02 Uhr | sid, dpa

Olympia 2016: Robert Harting dachte an Karriereende. Olympische Momente: Die Brüder Robert (vorne) und Christoph Harting beim Diskuswurf-Wettbewerb in Rio. (Quelle: imago/Laci Perenyi)

Olympische Momente: Die Brüder Robert (vorne) und Christoph Harting beim Diskuswurf-Wettbewerb in Rio. (Quelle: imago/Laci Perenyi)

Robert Harting hat nach dem enttäuschenden Auftritt bei Olympia 2016 zumindest kurz auch ein Karriereende erwogen.

"Ich habe alles durchdacht", sagte der 31 Jahre alte Diskuswerfer über die Zeit nach dem Wettkampf in Rio de Janeiro: "Ich habe das verarbeiten müssen. Ich habe drei, vier Tage wach gelegen und überlegt." Derzeit sei ein Karriere-Ende aber kein Thema.

London-Olympiasieger Harting hatte in Brasilien mit Rang 15 des Vorkampfes das Finale verpasst. Gold holte anschließend Bruder Christoph Harting (25). Dessen umstrittenen Auftritt bei der Siegerehrung verteidigte Robert Harting.

"Shit-Storm war zum Schmunzeln"

"Viele, die sich aufregen, kennen die Nationalhymne wahrscheinlich nicht einmal. Für mich war er unverstellt. Daher war das für mich nicht verwunderlich", sagte er und spielte die Kritik an seinem Bruder herunter.

Christoph Harting hat auf dem Treppchen unter anderem vor sich hin gepfiffen, zudem hatte er zunächst Interviews verweigert. "Ich war noch als Zuschauer auf der Tribüne, als das Tohuwabohu entstand. Er hat auch vorher keine Interviews gegeben, hat das durchgezogen und ist sich selbst treu geblieben. Der Shit-Storm war ein bisschen zum Schmunzeln für mich", sagte Robert Harting.

Über das Verhältnis zu seinem Bruder meinte er: "Übereinander reden wir nicht. Wir wollen ja, dass Papa und Mama glücklich sind."

Am Samstag treffen die Brüder beim 75. ISTAF im Berliner Olympiastadion aufeinander. Eine Niederlage im Familienduell würde Robert Harting dabei verkraften. "Den Generationenwechsel kann man nicht aufhalten. Gegen einen Olympiasieger zu verlieren, fällt mir nicht so schwer", sagte er.

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