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Radsport: Deutsche wollen Lance Armstrong nicht mehr radeln sehen

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Radsport  

Deutsche wollen Armstrong nicht mehr radeln sehen

30.09.2008, 13:18 Uhr | sid, dpa

Topfit - Armstrong im September bei einem Mountainbike-Rennen (Foto: imago)Topfit - Armstrong im September bei einem Mountainbike-Rennen (Foto: imago) Lance Armstrongs Comeback stößt in Deutschland auf tiefes Misstrauen. Beinahe zwei von drei Bundesbürgern bezeichnen in einer repräsentativen Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) durch das Dortmunder Marktforschungsinstitut promit die Rückkehr des umstrittenen Tour-Rekordsiegers in den Rennsattel als Fluch für die von Doping-Skandalen gebeutelte Sportart.

Lediglich 23,2 Prozent der insgesamt 1196 Befragten erachten den Angriff Texaners auf den achten Triumph bei der Tour de France noch als einen Segen für den Radsport, obwohl Armstrong in seiner ersten Karriere unter dringendem Dopingverdacht stand. Die klare Ablehnung der Deutschen von Leistungsmanipulationen machen auch die Werte bei der Frage nach angemessenen Strafen für Dopingsünder deutlich. 69,1 Prozent befürworten im Falle von Dopingvergehen lebenslange Sperren.

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Armstrong will schon im Januar fahren

Unterdessen hofft Armstrong trotz des Anti-Doping-Reglements des Weltverbandes UCI weiter auf seinen Comeback-Start bei der Tour Down Under im Januar 2009. "Es ist meine Hoffnung, dass ich da unten dabei bin", sagte der siebenfache Tour-de-France-Sieger im texanischen Marfa. Laut UCI- Reglement darf Armstrong erst vom 1. Februar 2009 an Rennen bestreiten, da sich jeder Radprofi ein halbes Jahr vor seinem ersten Start ins Anti-Doping-Programm reintegrieren muss. "Ich frage sicherlich nicht nach einer Ausnahme, aber sie wenden diese Regel nicht immer an", sagte der Texaner.

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"Eine komplizierte Situation"

Als Beispiel führte der 37-Jährige das Comeback des italienischen Sprintstars Mario Cipollini an, bei dem die UCI ein Auge zugedrückt hatte. Armstrong hat sich nach eigenen Angaben am 1. August bei der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) gemeldet, sei aber bereits Ende Juli getestet worden. "Es ist eine komplizierte Situation", sagte Armstrong, aber man spreche nur "um eine kurze Zeitspanne von sechs oder acht oder zehn Tagen". Zudem habe ihm UCI-Präsident Pat McQuaid widersprechende Informationen gegeben, nach denen die Regel nur für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele gelte.

Entscheidung noch in dieser Woche

"Wir werden jede Entscheidung respektieren, die sie treffen werden", sagte der Tour-Rekordsieger, der im kommenden Jahr für das Astana-Team seines langjährigen Weggefährten Johan Bruyneel fahren wird. Mit Blick auf Armstrong hatte McQuaid am Rande der WM in Varese gesagt: "Die Regeln müssen respektiert werden." Noch in dieser Woche will der Weltverband entscheiden, ob Armstrong bei der am 20. Januar beginnenden Tour Down Under starten kann.

Start auch beim Giro?

Erstmals deutete Armstrong auch seinen Premieren-Start beim Giro d'Italia an. Er bedaure, dass er früher nicht an der Italien-Rundfahrt teilgenommen habe, sagte der Amerikaner, der seine Saison- Planung stets völlig auf die Tour ausgerichtet hatte.

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