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Tour de France: Alte Garde macht es den jungen Wilden schwer

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Alte Garde macht es den jungen Wilden schwer

21.07.2010, 11:18 Uhr | t-online, t-online.de

Tour de France: Alte Garde macht es den jungen Wilden schwer. Die Sieger bei der Tour wechseln - die Maskottchen bleiben gleich. (Foto: Reuters)

Die Sieger bei der Tour wechseln - die Maskottchen bleiben gleich. (Foto: Reuters)

von Marcel Wüst

Der zweite Ruhetag der Tour de France war für viele das Ziel vor dem Ziel. Danach gilt es noch eine letzte schwere Pyrenäenetappe zu überleben, und man hat es quasi geschafft – man ist trotz der immer noch großen räumlichen Entfernung so gut wie in Paris. Wie man sich dort fühlen wird, aber auch wie man heute durch den Ruhetag kommt, ist vor allem vom bisherigen Abschneiden abhängig. Körperlich werden alle platt sein – wer aber auf eine erfolgreiche Bilanz zurück blickt, der kann zumindest im Kopf etwas abschalten. Wer allerdings hinter den gesteckten Zielen zurück bleibt, der wird ob der vielen nicht genutzten Chancen sicher etwas mit sich hadern (Gesamtergebnis im Überblick).

Milram weit hinter den Erwartungen

Die Rennfahrer vom Team Milram werden wohl nicht mit ihren Leistungen zufrieden sein. Ein zweiter Platz im Massensprint von Gerald Ciolek und eine handvoll Top-Ten-Platzierungen sind bestimmt nicht das, was sich Fahrer und Management gewünscht haben. Das es schwer werden würde, wussten alle. Aber ich kann nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn man in der ersten Rennstunde viele Körner dabei verschießt, mit der Brechstange in die Fluchtgruppe des Tages zu kommen, um dann, wenn man einen kleinen Hänger hat, mit ansehen zu müssen, dass ein erst unspektakulär scheinender Angriff schlussendlich Erfolg hat.

Verkorkste Tour von Gerdemann

Vor allem von Linus Gerdemann hatten wir alle mehr erwartet. Aber er wird hoffentlich wissen woran es lag, dass er eine für seine Verhältnisse verkorkste Tour fährt. Denn absichtlich macht ein Rennfahrer so etwas nicht. Und wer an den Anstiegen in die Gesichter der Milram-Fahrer schaute, bevor sie abfielen, der hat erkannt das die Jungs am Limit waren. Hinzu kam ein unglückliches Händchen beim Mitspringen in den Gruppen – und schon ist der Wurm drin. Dann verkrampft man. Und ohne Lockerheit und Souveränität hat man auf der Tour nicht den Hauch einer Chance.

Schwierige Wachablösung

Locker schienen es die Veteranen zu nehmen: Lance Armstrong, den ich genau so auf der gestrigen Etappe erwartet habe, dann mein früherer Team- und Zimmerkollege Christophe Moreau auf seiner letzten Tour und ein zeitweise für sein Team das Klassement absichernder Alexander Winokourov – die Wachablösung der Alten scheint für die jungen Wilden nicht ganz so einfach zu sein wie erwartet.

Renn-Opas mit der dritten Luft

Die riesige Erfahrung sowie die genaue Kenntnis der Strecke und des eigenen Körpers sind in der letzten Tourwoche ganz bestimmt die Attribute, die es den Renn-Opas ermöglichen, am Ende noch einmal einen rauszuhauen. Vermisst habe ich gestern jedoch eine "Alles oder Nichts"-Attacke von Armstrong auf den letzten Kilometern – denn ein letzter Platz in der Ausreißergruppe nach einem misslungenen Angriff wäre mehr Wert gewesen als sein drittletzter nach einem ebenso misslungenen Sprint. Aber sein war eben Akku leer und er wusste das selbst richtig einzuschätzen (Etappenergebnis im Überblick).

Kopfschütteln beim Zielsprint

Einen weiteren, ebenso verkorksten Sprint sahen wir dann bei der Ankunft des Hauptfeldes: Chapeau, dass Gerald Ciolek auf so einer Etappe zusammen mit dem Gelben Trikot ankommt. Denn da hätte man eigentlich andere Milram-Fahrer erwartet. Der von ihm dann aber viel zu früh angefahrene Sprint verursachte jedoch wieder Kopfschütteln. Entweder fühlte er sich wirklich so bärenstark, dass er dachte, Hushovd vom Hinterrad verlieren zu können. Oder aber er fährt im kommenden Jahr vielleicht mit ihm in einem Team … Aufklärung folgt!

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