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Andreas Klöden hadert: "Ich war bereit für das Podium"

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Klöden hadert: "Ich war bereit für das Podium"

16.07.2011, 12:26 Uhr | sid, t-online.de

Andreas Klöden hadert: "Ich war bereit für das Podium". Für Andreas Klöden war die Tour am Ende nur noch eine Qual. (Foto: imago)

Für Andreas Klöden war die Tour am Ende nur noch eine Qual. (Foto: imago)

Am Ende fehlte Andreas Klöden sogar die Kraft, um alleine vom Rad zu steigen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestützt von seinen Teambetreuern musste sich der 36-Jährige kurz nach dem Start der 13. Etappe der 98. Tour de France von seinem Arbeitsgerät helfen lassen. Wie ein Häufchen Elend stieg er in den Teamwagen und registrierte das bittere Ende seines Traums vom Podium in Paris.

Es war jedoch auch der erlösende Abschluss einer nach zwei Stürzen schmerzhaften Leidenszeit. "Am Start war ich eigentlich hochmotiviert, weil ich mir um das Gesamtklassement keine Sorgen mehr machen musste. Ich wollte es langsam angehen lassen, mich erholen und dann vielleicht auf einen Etappensieg in der letzten Woche hinarbeiten", sagte Klöden: "Aber ich merkte sofort nach dem Start, dass es unmöglich war, noch weiterzumachen. Das Tempo war sehr hoch, und meine Beine hatten einfach keine Kraft mehr. Es ist jammerschade."

Die Radsport-Götter haben sich verschworen

Auf der neunten Etappe hatte er sich bei einem Massensturz eine Verletzung am Rücken zugezogen, die ihn stark beeinträchtigte. Gegen Klöden schienen sich die Radsport-Götter verschworen zu haben: Von einem erneuten Sturz am Donnerstag schwer gezeichnet, quälte sich Klöden über die ersten Pyrenäenpässe. Bandagiert und mit zerrissenem Trikot fuhr er unter Schmerzen dem Ziel entgegen.

"Gegen Pech kann man nichts machen"

Immer wieder streckte er sich, um seinen maladen Rücken zu entspannen. Schließlich musste er früh den Kontakt zur Spitze abreißen lassen. Die letzten Hoffnungen zerschlugen sich am Freitag endgültig. "Gegen Pech kann man nichts machen. Zweimal bin ich gestürzt, weil andere Fahrer vor mir zuviel Risiko eingegangen sind", sagte Klöden. Er sei sehr traurig, weil er "wirklich bereit für das Podium" in Paris gewesen sei.

RadioShack arg gebeutelt

Mit Klödens Aus findet die schwarze Serie beim US-Rennstall auch in der zweiten Tour-Woche kein Ende. Der Deutsche ist bereits die dritte Führungsfigur, die RadioShack durch Stürze verloren hat. Auf den ersten Etappen der Frankreich-Rundfahrt hatten bereits Janez Brajkovic und Chris Horner das Rennen beenden müssen. Auch Edelhelfer Jaroslaw Popowitsch ist mit Fieber ausgefallen.

"Ich komme zur Tour zurück"

Doppelt bitter, dass sich Klöden vor seinen Unfällen in Top-Form präsentiert hatte. Nach seinen zweiten Plätzen 2004 und 2006 hatte er wieder gute Aussichten, in Paris auf dem Podium zu stehen. Klöden blickt auch schon wieder nach vorne. Trotzig kündigte er an: "Ich werde zur Tour de France zurückkehren."

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