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Tour de France 2013: Tony Martin kritisiert Organisatoren scharf

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Tony Martin: "Es wird mit dem Leben der Fahrer gespielt"

27.06.2013, 14:17 Uhr | t-online.de

Tour de France 2013: Tony Martin kritisiert Organisatoren scharf. Tony Martin hält die Abfahrt von Alpe d'Huez für zu gefährlich. (Quelle: imago/PanoramiC)

Tony Martin hält die Abfahrt von Alpe d'Huez für zu gefährlich. (Quelle: PanoramiC/imago)

Spektakuläre Bergpässe, leidende Radprofis und Millionen jubelnder Fans am Straßenrad: Am Samstag startet die Tour de France in ihre 100. Auflage. Höhepunkt der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt wird die 18. Etappe sein, wenn die Fahrer gleich zweimal den Anstieg hinauf ins berüchtigte Alpe d'Huez in Angriff nehmen.

Die Fans fiebern der Etappe schon entgegen, der deutsche Zeitfahrweltmeister Tony Martin hat allerdings seine Bedenken und übt scharfe Kritik an den Organisatoren.

Straße alt und schlecht

Die Abfahrt von Alpe d’Huez sei ein großes Problem, sagte der 28-Jährige im Interview mit t-online.de. "Die Straße ist sehr schmal, dazu auch noch alt und in schlechtem Zustand. Da springt dir das Vorderrad ständig hin und her. Stellenweise geht es neben der Fahrbahn 30, 40 Meter steil bergab - ohne Leitplanke. Ich will gar nicht daran denken, wenn es an dem Tag regnet und rutschig wird. Da wird - man muss es so deutlich sagen - mit dem Leben der Fahrer gespielt."

Allein der Aufstieg ins mythische Alpe d’Huez auf 1850 Meter, wo sich in der Tour-Historie schon einige Dramen abgespielt haben, hat es in sich: Auf 13,8 Kilometeren müssen die Fahrer mehr als 1000 Meter Höhenunterschied bewältigen. Bis zu 15 Prozent steil ist der Anstieg und mit 21 Spitzkehren bestückt. Die Profis kommen völlig entkräftet in der Skistation an - und müssen dann noch in die halsbrecherische Abfahrt.

"Es wird so bleiben, wie es ist"

Tony Martin ist die Strecke Anfang Juni schon bei der Tour-Generalprobe Dauphine-Rundfahrt gefahren. Er glaubt nicht, dass die Organisatoren in Sachen Sicherheit noch nachbessern. "Da glaube ich nicht dran. Dann hätten sie auch schon bei der Dauphine was machen müssen. Aber es ist nichts passiert. Darum wird wohl alles so bleiben, wie es ist.“

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