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Roger Federer: "Eine der bedeutendsten Dinge im Geschichtsbuch"

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"Eine der bedeutendsten Dinge im Geschichtsbuch"

02.06.2010, 15:00 Uhr | dpa, dpa

Roger Federer: "Eine der bedeutendsten Dinge im Geschichtsbuch". Abschied aus Paris, Wimbledon im Blick: Roger Federer jagt weiter den Sampras-Rekord. (Foto: imago)

Abschied aus Paris, Wimbledon im Blick: Roger Federer jagt weiter den Sampras-Rekord. (Foto: imago)

Ratlos schlurfte Roger Federer nach seinem überraschenden Viertelfinal-Aus bei den French Open in den übervollen Presseraum, seine blaue Baseball-Mütze mit den Initialen RF tief ins Gesicht gezogen. Entzaubert im Pariser Nieselregen vom schwedischen Weltranglisten-Siebten Robin Söderling, droht dem Schweizer Branchenprimus jetzt auch noch die Ablösung an der Spitze der Weltrangliste durch Rafael Nadal.

Als ich hergekommen bin, dachte ich, mein Tennis sei gut genug, um meinen Titel zu verteidigen", resümierte Federer nach der Pleite enttäuscht, "aber die Bedingungen und der Gegner haben es mir nicht erlaubt". Es nieselte die ganze Zeit über, bei 5:5 im dritten Satz musste das Spiel für 75 Minuten unterbrochen werden.

Sampras-Rekord noch nicht erreicht

"Federer am Boden", titelte die französische Sportzeitung "L'Equipe" am Tag nach der Niederlage, doch der große Triumphator des Vorjahres war um Fassung bemüht. "Finalniederlagen sind schlimmer", erklärte der 28-Jährige, der Söderling im Endspiel 2009 noch bezwungen und sich damit seinen großen Traum vom ersten French-Open-Sieg erfüllt hatte.

Federer ganz der Gentleman

Und so zeigte sich Federer auch in den Stunden der Niederlage wieder einmal als großer Gentleman. "Jetzt soll der Beste hier gewinnen. Und der Beste ist momentan Rafael Nadal." Wohl wissend, dass dieser ihm in Falle eines Turniersieges die Weltranglisten-Führung wieder abnehmen würde. Und Federer so nach 285 Wochen als Regent der Tenniswelt die Chance verpassen würde, den Pete-Sampras-Rekord von 286 Wochen an der Weltspitze einzustellen.

Eine große Serie gerissen

Seine andere legendäre Serie ist bereits gerissen. In 23 Grand-Slam-Turnieren nacheinander hatte der Superstar aus Basel zuletzt immer mindestens das Halbfinale erreicht. "Darauf bin ich stolz, es ist wohl eines der bedeutendsten Dinge, die ich in meinem Geschichtsbuch stehen habe", sagte Federer, der auch die Bestmarke von 16 Erfolgen bei den vier Traditionsturnieren hält. Mit etwas Galgenhumor ergänzte er: "Nun starte ich wohl die Viertelfinalserie."

Söderling mit Hochgeschwindigkeits-Tennis

Grund aller Niedergeschlagenheit Federers war ein Kontrahent, der sich gänzlich unbeeindruckt von der vermeintlichen Übermacht des Schweizers gezeigt hatte, der mit 0:12 bis dahin niederschmetternden Bilanz im direkten Vergleich - und den Wetterkapriolen. Der 1,93-Meter-Mann aus Schweden machte seinem Ruf als "hard hitter" alle Ehre und überpowerte Federer mit seiner brachialen Vorhand und Aufschlägen über 220 km/h. Das Match glich Federers US-Open-Finalpleite 2009 gegen den ebenfalls schlaggewaltigen Juan Martin Del Potro aus Argentinien.

Jetzt kommt die Rasen-Saison

Die French Open 2010 sind nun um ihre zwei größten Attraktionen ärmer: Die zurückgekehrte Roland-Garros-Queen Justine Henin verabschiedete sich überraschend im Achtelfinale, und das erhoffte Traumfinale zwischen Nadal und Federer ist geplatzt. Der Schweizer Australian-Open-Champion zog schnell einen Schlussstrich unter eine - abgesehen von der Finalteilnahme in Madrid - äußerst durchwachsene Sandplatzsaison. "Jetzt geht es auf Gras weiter, und man vergisst das hier ein bisschen. Ich werde auf jeden Fall in Halle spielen, wo ich die letzten zwei Jahre ja gefehlt habe. Ich freue mich darauf."

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