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Tennis: Davis-Cup-Team schafft Klassenerhalt

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Stebe rettet das deutsche Team

16.09.2012, 16:32 Uhr | sid, dpa

Tennis: Davis-Cup-Team schafft Klassenerhalt . Cedric-Marcel Stebe holte den entscheidenden Punkt. (Quelle: dpa)

Cedric-Marcel Stebe holte den entscheidenden Punkt. (Quelle: dpa)

Stebe gut, alles gut: Tennis-"Nothelfer" Cedrik-Marcel Stebe hat sich zum großen Retter für das deutsche Davis-Cup-Team aufgeschwungen und gemeinsam mit dem neuen Führungsspieler Florian Mayer Weltgruppen-Abstieg verhindert. Im wichtigsten Match seiner Karriere sorgte Stebe für den 3:2-Erfolg in der Relegation gegen Australien und ein Happy End nach einer Saison voller Querelen. "So ein Sieg muss gefeiert werden", sagte der erleichterte Teamchef Patrik Kühnen.

Letztlich verkraftete die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes in Hamburg das Fehlen des nicht nominierten Philipp Kohlschreiber und des pausierenden Tommy Haas. Der 21-jährige Stebe entzauberte den früheren Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt nach missratenem Start mit 6:4, 6:1, 6:4, nachdem Mayer mit 6:4, 6:2, 6:3 gegen Bernard Tomic den 1:2-Rückstand egalisiert hatte.


Petzschner muss passen

Zu allem Überfluss klagte Petzschner danach über eine Reizung der Quadrizepssehne im linken Knie. Er hätte eigentlich gegen Hewitt spielen sollen, doch die Schmerzen waren auch beim Einschlagen nicht verschwunden. Damit musste Stebe nach seiner Niederlage gegen Tomic erneut auf den Platz. Immerhin hatte er Hewitt bei den Australian Open im Januar trotz seiner Niederlage eine beherzte Partie geliefert.

Allerdings verlor der 21-Jährige bei erstmals gutem Tennis-Wetter am Wochenende und milden Temperaturen gleich seine ersten beiden Aufschlagsspiele zum 0:3. Danach gelang ihm das erste Rebreak und der erste Spielgewinn bei eigenem Service. Von diesem Moment an stieg das Selbstvertrauen beim Linkshänder sprunghaft, und das Match nahm einen nicht für möglich gehaltenen Verlauf. Nach dem 2:4 holte sich Stebe neun Spiele in Serie.



Hewitt erschreckend schwach

Der 127. der Weltrangliste reduzierte die Zahl seiner Fehler in den vielen langen Ballwechseln, auf der anderen Seite gelang Altmeister Hewitt kaum noch etwas. Die Fehlerquote beim 31-Jährigen war erschreckend. In seinem dritten Match des Wochenendes wirkte der nur noch auf Rang 100 notierte einstige ehemalige Wimbledon- und US-Open-Sieger selbst ratlos.

Die 4500 Zuschauer am Rothenbaum und das übrige deutsche Team gingen begeistert mit Stebe mit, dem von der Auftaktniederlage gegen Tomic nichts mehr anzumerken war. Bei seinem zweiten Davis-Cup-Einsatz behielt Stebe auch die Nerven, als sich Hewitt im dritten Satz wieder fing. Mit einem Break zum 4:3 schaffte er praktisch die Entscheidung. Wenig später machte er den Triumph perfekt.

Kühnen: "Das ist sensationell"

"Was er heute geleistet hat, ist sensationell. Das zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist", sagte Kühnen. Der Matchwinner gab zu: "Am Anfang war ich ein bisschen nervös. Ich habe versucht, nicht zu verkrampft zu spielen. Das ist der größte Erfolg meiner Karriere."

Auf Mayer war zuvor erneut Verlass gewesen: Zwei Tage nach seinem glatten Erfolg über Hewitt machte der Weltranglisten-25. dort weiter, wo er am Freitag aufgehört hatte. "Klar stand ich auch heute unter Druck, aber das Publikum hat mich super unterstützt. Ich habe richtig gut gespielt", sagte Mayer nach dem nur 90-minütigen Match. Erst durch seinen Sieg konnte Stebe überhaupt zum Matchwinner werden.


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