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US Open 2015: Djokovic jubelt - Federer nutzt Chancen nicht

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"Ich bin erleichtert"  

Becker-Schützling Djokovic zwingt Federer in die Knie

14.09.2015, 13:36 Uhr | dpa, sid

US Open 2015: Djokovic jubelt - Federer nutzt Chancen nicht. Verdienter Lohn nach harter Arbeit: Novak Djokovic küsst den Siegerpokal. (Quelle: dpa)

Verdienter Lohn nach harter Arbeit: Novak Djokovic küsst den Siegerpokal. (Quelle: dpa)

Er jubelte lautstark und eilte sofort zu seinem Coach Boris Becker, um ihn zu herzen und mit ihm zu feiern: Nachdem Novak Djokovic in einem emotionalen Traumfinale bei den US Open mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 gegen seinen Dauerrivalen Roger Federer triumphiert hatte, ließ der Serbe seinen Emotionen freien Lauf.

"Es war ein unglaublicher Abend für mich. Ich wusste, dass ich mein bestes Tennis spielen muss und bin erleichtert. Roger kitzelt immer das Beste aus einem heraus", sagte der 28-Jährige, der in Flushing Meadows seinen zehnten Grand-Slam-Titel holte und damit in dieser Saison drei von vier Majors gewonnen hat.

Der 34-jährige Federer verpasste trotz zahlreicher Chancen bis zum Schluss seinen 18. Grand-Slam-Titel. Er nutzte nur vier von 23 Breakbällen, Djokovic dagegen sechs von 13. "Es war ein großes Match. Es ist eine gute Rivalität - vielleicht nicht heute Abend", sagte der schweizer bei der Siegerehrung. "Mein Spiel geht in die richtige Richtung. Das klingt komisch, wenn man nach fünf Titeln gerade ein Finale verloren hat. Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder, Leute."

Federer nervös - Schrecksekunde für Djokovic

Die Partie begann wegen Regens mit fast dreistündiger Verspätung. Federer nahm die Zwangspause vor dem Match zwar gelassen, wirkte wie Djokovic indes ungewöhnlich nervös, obwohl ihn die große Mehrheit der Zuschauer lautstark unterstützte. Erst nach sieben Minuten und drei Breakbällen brachte Federer zum Auftakt sein Aufschlagsspiel durch und verlor dann direkt das nächste. Nachdem Djokovic böse wegrutschte und Schürfwunden an Knie und Ellenbogen davontrug, gab auch er seinen Aufschlag zum 2:2 ab.

Doch insgesamt begann die Nummer eins besser, vergab beim 5:3 den ersten Satzball und machte es danach mit eigenem Service besser. Erst nach dem verlorenen ersten Satz wurde Federer offensiver und versuchte, die Punkte kurz zu halten, weil Djokovic bei längeren Ballwechseln Vorteile hatte. Damit stiegen Niveau und Spannung im 42. Duell der beiden Kontrahenten. Bei einer 5:4-Führung konnte der Schweizer zwei Satzbälle nicht nutzen, wenig später verwertete er dann die vierte Chance.

Federer lässt zu viele Chancen ungenutzt

Mit wechselndem Erfolg streute er in seinem ersten US-Open-Finale seit 2009 den viel diskutierten Halbvolley-Return fast von der Aufschlaglinie ein. Nach Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten und Breaks zum 2:2 ließ Federer zwei Chancen zum 5:3 aus und wurde bestraft. Djokovic schlug dank starker Defensive und Druck von der Grundlinie beim 5:4 zur 2:1-Satzführung auf. Erneut ließ Federer zwei Chancen zum Break ungenutzt, das nutzte die Nummer eins der Welt.

Der Eidgenosse verlor nach weiteren leichten Fehlern im vierten Satz gleich wieder seinen Aufschlag. Djokovic überstand nach der 5:2-Führung noch die späte Aufholjagd seines Gegners und drei Breakbälle zum 5:5. Ihm reichte nach 3:20 Stunden ein Matchball, um den Sieg perfekt zu machen.

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