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Tennis - Erster großer Titel: Halep legt Verlierer-Image ab

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Tennis  

Erster großer Titel: Halep legt Verlierer-Image ab

09.06.2018, 18:37 Uhr | dpa

Tennis - Erster großer Titel: Halep legt Verlierer-Image ab. Simona Halep hat ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt.

Simona Halep hat ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Foto: Michel Euler. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Im Augenblick ihres so lang ersehnten ersten Grand-Slam- Triumphs schloss Simona Halep die Augen und ging langsam über den Centre Court der French Open. Dann kletterte die beste Tennisspielerin der Welt hinauf zu ihrem Team in der Box und umarmte alle.

Im vierten Anlauf hat es die Tennis-Weltranglisten-Erste am Samstag endlich geschafft und mit dem 3:6, 6:4, 6:1 gegen US-Open-Siegerin Sloane Stephens in Paris einen Titel bei einem der vier größten Turniere geholt.

"Darauf habe ich gewartet, seit ich vierzehn bin", sagte die 26-Jährige, nachdem ihr Spaniens Tennis-Idol Arantxa Sanchez-Vicario die Coupe Suzanne Lenglen überreicht hatte. "Ich bin glücklich, dass es hier in Roland Garros passiert ist. Das ist mein Lieblingsplatz."

Nach zwei Finalniederlagen in Paris und dem verlorenen Australian-Open-Endspiel im Januar ist Halep nun den Makel der Verliererin in großen Endspielen los. Während sie für ihren bisher größten Erfolg 2,2 Millionen Euro erhält, verpasste Stephens ihren zweiten großen Triumph und bekommt die Hälfte. "Nicht die Trophäe, die ich wollte, aber trötzdem hübsch", meinte sie mit ihrem Silberteller in der Hand und konnte schon wieder lächeln.

40 Jahre, nachdem Virginia Ruzici für den bislang einzigen Grand-Slam-Sieg einer Rumänin sorgen konnte, wollte es Halep besser machen als im vergangenen Jahr. Damals war sie nach einer 6:4, 3:0-Führung noch der Lettin Jelena Ostapenko unterlegen. Ruzici gehörte als Ehrengast zu den am Ende glücklichen Landsleuten auf dem Court Philippe Chatrier. Angefeuert von vielen rumänischen Fans mit blau-gelb-roten Fahnen fand Halep aber zuvor nur schwer ins Match.

Die 26-Jährige machte mehr Fehler und hatte nicht so viel Druck in ihren Schlägen wie Stephens, die im Vorjahr nach einer elfmonatigen Pause wegen einer Fußverletzung unerwartet in New York triumphierte. Die 25-Jährige aus Florida schaffte im ersten Satz das einzige Break zum 3:1 und wehrte selbst einen Breakball ab, ehe sie nach 41 Minuten den ersten Durchgang für sich entschied.

Diese Phase war auch die bis dahin spannendste in der Partie. Beide Finalistinnen versuchten es fast ausschließlich von der Grundlinie. Bei sehr guten äußeren Bedingungen waren Stoppbälle und Netzangriffe die Ausnahme vor den knapp 15 000 Zuschauern.

Auch zu Beginn des zweiten Satzes blieb die locker durchschwingende Stephens gefährlicher. Ein weiterer Fehler von Halep bescherte ihr sofort ein Break, nach dem 2:0 meldeten sich wieder die rumänischen Anhänger mit "Simona, Simona"-Sprechchören. "Als ich das Break zurücklag, dachte ich, ich habe noch Zeit, um mich zu entspannen und das Match zu genießen. Und ich bin zurückgekommen", sagte Halep.

Urplötzlich drehte sich die Begegnung, Halep wurde etwas aktiver und führte auch dank Fehlern von Stephens 4:2. Genauso schnell vergab sie den Vorsprung zwar wieder, doch Halep riskierte nun mehr. Ein Rückhandfehler der Amerikanerin brachte ihr den Satzausgleich.

Stephens fand auch danach nicht mehr zu ihrem anfänglichen Niveau, änderte jedoch auch nichts an ihrem Spiel. Halep ging nach dem besten Ballwechsel des Matches und sechsten Spielgewinn in Serie 4:0 in Führung. Diesen Vorteil ließ sich die Rumänin, die im Turnierverlauf Andrea Petkovic und Angelique Kerber bezwungen hatte, nicht mehr nehmen. Nach 2:03 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball. "Ich hatte im letzten Spiel das Gefühl, dass ich kaum noch atmen konnte. Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet", sagte Halep.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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