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Evi Sachenbacher-Stehle kämpft um ihre Karriere

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Einspruch beim CAS eingelegt  

Sachenbacher-Stehle kämpft um ihre Karriere

05.08.2014, 17:15 Uhr | dpa

Evi Sachenbacher-Stehle kämpft um ihre Karriere. Evi Sachenbacher-Stehle wurde bei der Winterolympiade in Sotschi positiv getestet. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle wurde bei der Winterolympiade in Sotschi positiv getestet. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle wehrt sich mit dem letzten Mittel gegen ihre Dopingsperre. Die Anwälte der für zwei Jahre ausgeschlossenen Biathletin zogen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. In Lausanne prüft nun die höchste Instanz das Urteil des Biathlon-Weltverbandes IBU. Und, ob der zweimaligen Olympiasiegerin im Skilanglauf noch mehr bleibt als das Karriereende als Dopingsünderin.

Ihr Anwalt Marc Heinkelein habe "namens und im Auftrag der Athletin" Berufung gegen die Entscheidung der IBU eingelegt und "insoweit das beschleunigte Verfahren beantragt", hieß es in einer Stellungnahme. Die Berufungsbegründung folge in einem gesonderten Schriftsatz. Weitere Details könnten nicht genannt werden.

Maximalsperre ungerecht?

Sachenbacher-Stehle hofft vor dem CAS auf eine drastische Verkürzung ihrer Sperre. Der 33-Jährigen war während der Winterspiele in Sotschi das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden, die IBU belegte sie am 16. Juli mit der Maximalsperre von zwei Jahren. Die erfahrene Athletin hatte den positiven Test vom 17. Februar mit der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels erklärt.

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"Es ist nicht gerecht, dass ich für die Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels dieselbe Strafe bekomme wie jemand, der mit Epo dopt. Ich war immer gegen Doping", sagte Sachenbacher-Stehle in der Sendung Blickpunkt Sport im Bayerischen Fernsehen.

Heinkelein sprach sogar von einer "theoretischen Möglichkeit" für seine Klientin, in die kommende Saison wieder einzusteigen. Der Anwalt unterstrich, es sei "Evi ganz wichtig, klarzumachen, dass sie nicht vorsätzlich gedopt hat". Dies gehe ja auch aus dem Urteil des Biathlon-Weltverbandes "klipp und klar" hervor.

Karriere so oder so in Gefahr

Im günstigsten Fall würde die Sperre am 17. August enden. Doch selbst wenn Sachenbacher-Stehle zum Comeback bereit wäre, läge die letzte Entscheidung bei den Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV). Sie müssten dann entscheiden, ob sie in Zukunft auf eine fast 34-Jährige setzen wollen, die mit ihrem "Fauxpas" in Russland mehr als nur eine kleine Lawine losgetreten hatte.

Fit sei sie jedenfalls, verriet Sachenbacher-Stehle dem "Stern": "Ich habe trainiert, nicht ganz so viel wie früher, aber doch bis zu 15 Stunden in der Woche. Ich habe schließlich mehr als mein halbes Leben lang Leistungssport betrieben. Da kann man nicht einfach so auf Null runterfahren." Dabei habe sie stets ein Gedanke begleitet: "Wofür mache ich das eigentlich? Darf ich noch mal zurückkommen?" Heinkelein glaubt fest daran: "Ich halte die Entscheidung für unhaltbar." Wann der CAS sein Urteil fällen wird, ist noch offen.

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