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Biathlon - Biathlon-Skandal: Fernsehen denkt nicht an Sendepause

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Biathlon-Skandal: Fernsehen denkt nicht an Sendepause

19.04.2018, 15:07 Uhr | dpa

Biathlon - Biathlon-Skandal: Fernsehen denkt nicht an Sendepause. ARD und ZDF halten trotz der Negativ-Schlagzeilen an der Biathlon-Übertragung fest.

ARD und ZDF halten trotz der Negativ-Schlagzeilen an der Biathlon-Übertragung fest. Foto: Soeren Stache. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Der liebste Wintersport der Deutschen wird auch nach den Doping- und Korruptionsenthüllungen nicht vom TV-Bildschirm verschwinden.

Während ARD und ZDF vor neun Jahren auf dem Höhepunkt der Radsportkrise aus der Live-Berichterstattung der Tour de France ausgestiegen waren, wird im Biathlon nicht an eine solch drastische Maßnahme gedacht. "Einen Vergleich zwischen Biathlon und der Tour de France würde ich nicht so schnell ziehen. Wir haben damals unsere Live-Berichterstattung beendet, weil das Zuschauerinteresse infolge des systematischen Dopings und der vielen Skandale rund um dieses Ereignis extrem gesunken war", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

"Bislang haben wir hinsichtlich der Sportart Biathlon aber noch keine Kenntnisse, dass eine solche Doping-Systematik vorherrschen könnte, und auch das Zuschauerinteresse ist ungebrochen", sagte Balkausky. Aber natürlich seien die Ereignisse "beunruhigend", so der ARD-Mann.

"Die Vorwürfe gegenüber dem Biathlon-Verband sind gravierend. Das ZDF wird über die Ermittlungen weiter intensiv berichten. Das Thema Doping wird beim Biathlon nicht anders behandelt als bei anderen Sportarten", kündigte auch ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann an.

In Österreich ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in der schmutzigen Affäre gegen insgesamt zwölf Personen, die Korruptionsvorwürfe würden aber nur zwei der Beschuldigten betreffen, sagte Oberstaatsanwältin Ingrid Maschl-Clausen. Der Tatzeitraum betrifft vor allem die Biathlon-WM im Februar 2017 in Hochfilzen, die Korruptionsvorwürfe reichen bis 2012 zurück. Russische Dopingsünder sollen gedeckt und 65 Doping-Proben vertuscht worden sein.

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