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Eisschnelllauf: Beckert gewinnt in Heerenveen, Pechstein enttäuscht

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Brillanter Auftakt für Stephanie Beckert

16.11.2012, 18:34 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Beckert gewinnt in Heerenveen, Pechstein enttäuscht. Stephanie Beckert feierte in Heerenveen ihren sechsten Weltcupsieg. (Quelle: Reuters)

Stephanie Beckert feierte in Heerenveen ihren sechsten Weltcupsieg. (Quelle: Reuters)

Stephanie Beckert winkte nur zurückhaltend ins Publikum. Doch als die favorisierte Martina Sablikova im Rennen danach klar über der Topzeit blieb, fiel der Erfurterin ein Stein vom Herzen. "Ich bin sehr überrascht, dass es gleich im ersten Rennen geklappt hat", sagte die Team-Olympiasiegerin nach ihrem grandiosen Sieg beim Saison-Einstand der Eisschnellläufer in Heerenveen.

Zum Weltcup-Auftakt ließ Beckert in 4:04,39 Minuten auf der 3000-Meter-Distanz der Konkurrenz keine Chance. Sie deklassierte die nach ihr laufende Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sablikova aus Tschechien (4:06,71) um mehr als zwei Sekunden. Claudia Pechstein enttäuschte hingegen in 4:15,01 Minuten und landete abgeschlagen auf dem elften Platz.

Verkorkste Zielkurve wird Wolf zum Verhängnis

Für Jenny Wolf begann die Weltcupsaison gleichfalls nicht so erfreulich, dennoch konnte die Olympia-Zweite mit ihrem fünften Platz über 500 Meter leben. Eine total verkorkste Zielkurve hatte der 33-Jährigen trotz bester Startzeit (38,32 Sekunden) den 61. Weltcupsieg ihrer Karriere gekostet. "Ich muss mich erst wieder an diese Geschwindigkeiten gewöhnen, seit zwei Jahren war ich nicht mehr so schnell. Ich war zu ängstlich, deshalb lief es in der Kurve nicht so toll", analysierte sie.

"Solch eine schlechte Kurve ist sie ewig nicht gelaufen. Eigentlich ist es irre, dass bei diesen Fehlern noch solche eine Zeit rausspringt", sagte Team-Chef Helge Jasch. Der Sieg ging an die südkoreanische Weltmeisterin Lee Sang-Hwa in 37,85 Sekunden, während Weltrekordlerin Yu Jing aus China sogar noch hinter Wolf rangierte.

Beckert siegt trotz zäher Startphase

Stephanie Beckert war zuvor nur kurze Zeit skeptisch. "Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass meine Zeit zum Sieg reicht. Aber heute haben sich alle am Ende schwergetan", sagte Beckert, die nach dauerhaften Rückenproblemen in der Vorsaison den ersten internationalen Erfolg seit 658 Tagen feierte. Es war ihr sechster Weltcupsieg insgesamt, ihr vierter über 3000 Meter.

Nach gewohnt zäher Startphase lief sie trotz schwierigen Eises recht ausgeglichene Rundenzeiten und ließ die am Ende viertplatzierte Niederländerin Diane Valkenburg (4:07,13) im direkten Duell klar hinter sich. "Sie war eine gute Gegnerin, wir haben uns zu den Zeiten gegenseitig gepusht", sagte die Siegerin. "Was will man mehr, als gleich im ersten Rennen der Saison zu gewinnen?", sagte Teamchef Helge Jasch erfreut.

Pechstein hat Probleme mit den Schlittschuhen

Ihre bei den deutschen Meisterschaften vorige Woche in Berlin aufgestellte Saison-Weltbestzeit von 4:02,88 verfehlte Beckert nur knapp. "Schade, dass heute nicht mehr Zuschauer da waren, aber die Stimmung war trotzdem ganz gut. Es ist immer wieder schön, in Heerenveen zu laufen", sagte Beckert nach dem Auftakterfolg.

Claudia Pechstein kam mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht und beklagte Probleme mit den Schlittschuhen. "Irgendwie waren die Kufen zu scharf", sagte die 40-Jährige. "Ich musste viel investieren, weil ich nicht richtig gleiten konnte."

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