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Weltcup wird zur Farce: Schweizer Bobpilot Hefti lässt "Gäste" mitfahren

Weltcup wird zur Farce  

Schweizer Bobpilot lässt "Gäste" mitfahren

23.01.2015, 12:45 Uhr | sid, dpa

Weltcup wird zur Farce: Schweizer Bobpilot Hefti lässt "Gäste" mitfahren. Bobpilot Beat Hefti will mit seinem Vorhaben Kritik am Weltverband üben und zugleich auf Missstände hinweisen. (Quelle: imago images/GEPA pictures)

Bobpilot Beat Hefti will mit seinem Vorhaben Kritik am Weltverband üben und zugleich auf Missstände hinweisen. (Quelle: GEPA pictures/imago images)

Ex-Weltmeister Beat Hefti aus der Schweiz sorgt beim Heimweltcup in St. Moritz am Sonntag mit einer provokanten Besetzung des Viererbobs für Aufsehen. Gemeinsam mit Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig und Siebenkämpferin Linda Züblin geht der 36-Jährige in der Königsdisziplin an den Start. Hefti protestiert damit wohl gegen umstrittene neue Regelungen des Weltverbandes FIBT.

"Er will der FIBT auf diese Art zeigen, dass sie auf dem falschen Weg ist", sagte der deutsche Bundestrainer Christoph Langen: "Da wurde in der laufenden Saison eine Regel eingeführt, die es jahrelang so nicht gab."

Hefti, Olympia-Zweiter im kleinen Schlitten, wollte sich in dieser Saison ursprünglich auf den Zweier-Bob konzentrieren. Die FIBT schreibt seit wenigen Wochen allerdings Rennen in beiden Klassen vor, ohne Start im Vierer kann Hefti damit keine Punkte für die Schweiz und damit für fixe Startplätze in der nächsten Saison einfahren.

"So kriegt der Bobsport Aufmerksamkeit"

"Hätte ich zwei Anschieber suchen sollen, mit denen ich nie trainiert habe? So kriegt der Bobsport wenigstens etwas Aufmerksamkeit", wurde Hefti in der "Neuen Zürcher Zeitung" zitiert.

Eine weitere Reglement-Änderung nutzte er für die PR-wirksame Besetzung seines Bobs: Seit diesem Sommer erlaubt die FIBT gemischte Teams im Viererbob, allerdings ohne weitere Auflagen zur genauen Besetzung des Schlittens. Diese schwammige Regelung hatte Langen schon vor der Saison als "lächerlich" kritisiert.

Provokanter Plan stößt auf wenig Gegenliebe

Heftis Weg, Aufmerksamkeit für den Sport zu generieren, stößt auf wenig Gegenliebe. "Man muss aufpassen, ob man die Aufmerksamkeit durch sportliche Leistungen erzeugt oder auf anderen Wegen", sagte Langen: "Ich glaube, dass das ein schlechter Weg ist, weil es mit dem Sport nichts mehr zu tun hat."

Der im vergangenen Jahr zurückgetretene Schweizer Gregor Baumann kritisierte auf Facebook die Aktion: "Weltcup zur Gästefahrt gemacht... lächerlich, schade für den Bobsport."

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