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Tour de Ski 2016: DSV-Läufer bemühen sich um Zuversicht

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10. Auflage der Tour de Ski  

DSV-Läufer auf der Jagd nach Achtungserfolgen

01.01.2016, 08:51 Uhr | sid

Tour de Ski 2016: DSV-Läufer bemühen sich um Zuversicht. Nicole Fessel gilt als deutsche Hoffnung bei der Tour de Ski. (Quelle: imago/Sven Simon)

Nicole Fessel gilt als deutsche Hoffnung bei der Tour de Ski. (Quelle: Sven Simon/imago)

Der Überraschungssieger des Vorjahres steht nicht im Aufgebot, die Podestchancen sind minimal, aber der Optimismus ist ungebrochen. Vor dem Auftakt der Tour de Ski am Neujahrstag im schweizerischen Lenzerheide bemühen sich die deutschen Langläufer trotz mäßiger Erfolgsaussichten um Zuversicht.

In einem "Übergangsjahr" ohne WM oder Olympische Spiele bietet das prestigeträchtige Etappenrennen (1. bis 10. Januar) eine der wenigen Chancen auf eine gesteigerte öffentliche Wahrnehmung.

"Die Tour de Ski ist definitiv das Highlight in diesem Jahr, darauf haben wir alle hingefiebert", sagte der sportliche Leiter Andreas Schlütter: "Jeder im Team hat den Fokus auf diese Rennen gelegt und sein Training danach ausgerichtet." Entsprechend groß sei deshalb die Vorfreude im Lager der deutschen Läufer und Läuferinnen: "Sie sind heiß. Das merkt man."

"Die Männer stecken im Umbruch"

Dabei wird bezüglich der Ambitionen klar differenziert im deutschen Team. Während die Frauen mit der Vorjahres-Siebten Nicole Fessel ein heißes Eisen für das Gesamtklassement und mit Denise Herrmann und Hanna Kolb zwei Kandidatinnen für vordere Platzierungen im Sprint in ihren Reihen haben, ist bei den Männer niemand in Sicht, der in der Weltspitze mithalten könnte.

"Bei den Frauen sind die Ergebnisse aus dem Vorjahr der Maßstab, den wir auch diesmal anlegen", sagte Schlütter: "Die Männer stecken im Umbruch. Da haben wir keine Arrivierten, die mit viel Erfahrung aufwarten können." Zumal Tim Tscharnke, der im Vorjahr noch sensationell die vorletzte Etappe gewonnen hatte, in diesem Jahr noch überhaupt nicht in die Spur gefunden hat und nicht zum Aufgebot gehört.

Nach dem Abschied des glück- und erfolglosen Chef-Bundestrainers Frank Ullrich im Frühjahr steckt das DSV-Team mitten im Neuaufbau. Nach zwei medaillenlosen Weltmeisterschaften 2013 und 2015 und schwachen Olympischen Spielen 2014 (einmal Bronze) wollen die deutschen Langläufer mit einem neuen Trainerteam bis zu Olympia 2018 wieder um Siege laufen können. Die Tour de Ski ist deshalb erst einmal nur ein Zwischenschritt.

Heimrennen als Highlights

Den Gesamtsieg werden bei der insgesamt 10. Austragung wohl die alles überragenden Norweger unter sich ausmachen. Topfavorit Martin Johnsrud Sundby könnte den dritten Erfolg in Serie feiern. Bei den Frauen ist angesichts der Babypause der Vorjahressiegerin Marit Björgen die Weltcup-Führende Therese Johaug erste Sieganwärterin. Gefährlich werden können den beiden am ehesten noch ihre eigenen Landsleute wie etwa Superstar Petter Northug oder Ingvild Flugstad Östberg.

Im deutschen Lager ist man dagegen erst einmal glücklich, dass die beiden Heimrennen am 5. und 6. Januar in Oberstdorf trotz akuten Schneemangels stattfinden können. "Wir haben lange gezittert, aber die Oberstdorfer wollten sich das einfach nicht mehr aus der Hand nehmen lassen und haben enorm viel geleistet", sagte Schlütter: "Für uns ist dieser Termin unheimlich wichtig, denn allzu viele Chancen, uns den eigenen Fans zu präsentieren, haben wir nicht."

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