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Kranjec siegt am Kulm - DSV-Adler fliegen hinterher

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Kranjec siegt am Kulm - DSV-Adler fliegen hinterher

12.02.2010, 22:44 Uhr | dpa

Robert Kranjec überrascht am Kulm. (Foto: Reuters)Robert Kranjec überrascht am Kulm. (Foto: Reuters) Bundestrainer Werner Schuster schüttelte enttäuscht den Kopf und seine Adler ließen die Flügel hängen: Die kleine deutsche Mannschaft kam bei der Flug-Show von Robert Kranjec beim ersten Skifliegen des Olympia-Winters in Bad Mitterndorf nicht über die Statistenrolle hinaus und konnte den schwachen Eindruck der Vierschanzentournee damit nicht wie zuvor erhofft wegwischen.

In Abwesenheit des einstigen Über-Fliegers Martin Schmitt war Michael Uhrmann als 14. drei Tage nach dem Ende der aus deutscher Sicht unerfreulichen Tournee noch der beste des Quartetts.

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Bundestrainer Schuster sehr enttäuscht

Michael Neumayer belegte Platz 18. Pascal Bodmer, bei der Tournee noch der einzige Lichtblick für den DSV, und Andreas Wank kamen auf die Ränge 21 und 30. "Das Ergebnis ist sehr enttäuschend für uns. Im Training und in der Qualifikation waren wir sehr nah an den Besten dran, aber dann hat uns im Wettkampf wieder mal die Leichtigkeit gefehlt. Da wollten unsere Springer zu viel. Das müssen wir beim zweiten Wettkampf hier am Sonntag auf jeden Fall besser machen", sagte Schuster.

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Schlappe für Österreich vor eigenem Publikum

Während das erneut geschlagene deutsche Team auf Besserung hofft, müssen überraschend auch die erfolgsverwöhnten Österreicher eine Niederlage verdauen. Der Slowene Kranjec schnappte Austria mit Flügen auf 195 und 200 Meter den Tagessieg weg und gewann zum erst zweiten Mal in seiner Karriere einen Weltcup. Auf Platz zwei flog der Gesamtweltcup-Führende Simon Ammann aus der Schweiz, dem nur 0, 5 Wertungspunkte auf Kranjec fehlten. Erst auf dem dritten Platz tauchte mit Martin Koch, der die Tagesbestweite von 201,5 Meter erzielte, ein Österreicher auf - sehr zum Verdruss der 30.000 Fans am Kulm.

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Tournee-Sieger Kofler nur Sechster

Auch Tournee-Sieger Andreas Kofler konnte sein Leistungsvermögen vor heimischer Kulisse als Sechster nicht ganz ausschöpfen. "Ich bin aber trotzdem zufrieden. Das Fliegen liegt mir sonst nicht so, wenn ich mich weiter steigere, kann das noch ganz lässig werden", sagte Kofler. Alles andere als lässig traten die deutschen Flieger auf. In der Quali hatten besonders die Routiniers Uhrmann und Neumayer noch mit guten Leistungen Hoffnung auf einen baldigen Aufschwung gemacht, Schuster wähnte beide im Aufwind.

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Beste Deutsche meilenweit hinter Kranjec

Doch als es ernst wurde, verfielen sie wieder in alte Fehler. Uhrmann war mit Flügen auf 182,5 und 177 Meter satte 32 Meter von Sieger Kranjec weg. "Ich habe die Sprünge am Schanzentisch nicht optimal getroffen, und so hat mein Flugsystem nicht optimal zusammengepasst", sagte der 31 Jahre alte Uhrmann. Neumayer (175, 5+173,5 Meter) war "nicht ganz zufrieden, weil ich mir den Sprung unter die Top 10 erhofft hatte. Aber ich bin nicht enttäuscht, weil es hier sehr schwierig war."

Rätselraten um Schmitts Gesundheit

Kleine Sorgen bereitet Schuster indes auch Martin Schmitt, der neben den bekannten Problemen mit seinem Flugsystem offenbar auch gesundheitliche Schwierigkeiten hat. "Es deutet darauf hin, dass er nicht ganz gesund ist, aber wir warten noch alle Daten ab. Wenn wir dann alles beisammen haben, werden wir weitere Maßnahmen in Richtung Olympia in Vancouver treffen", sagte der Coach dazu.

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