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Vierschanzentournee 2013: Severin Freund enttäuscht in Innsbruck

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Freund enttäuscht in der Qualifikation von Innsbruck

04.01.2013, 14:26 Uhr | t-online.de, sid

Vierschanzentournee 2013: Severin Freund enttäuscht in Innsbruck. Severin Freund fliegt durch die Luft. (Quelle: dpa)

Severin Freund fliegt durch die Luft. (Quelle: dpa)

Alle sechs deutschen Skispringer haben die Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee (Freitag ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) in Innsbruck geschafft. Erneut nicht in Bestform präsentierte sich dabei Severin Freund.

Der Fünfte der Gesamtwertung landete am Bergisel mit einem Flug auf 117,5 Meter nur auf dem 21. Rang. "Das hier ist eine Schanze, die ich noch nicht ganz begriffen habe", sagte Freund danach. Ernüchtert stellte Bundestrainer Werner Schuster fest: "Severin bringt im Moment keinen Druck zustande. Er muss einfach besser springen. Er sucht noch den Weg, auf Höhe zu kommen."

Schlierenzauer knapp vor Jacobsen

Die Nase vorn hatte Lokalmatador Gregor Schlierenzauer. Der Österreicher zeigte den besten Sprung des Tages und landete einen Rang vor seinem Rivalen Anders Jacobsen aus Norwegen. Der Führende in der Tournee-Wertung sprang zwar mit 125,5 Metern etwas weiter als Schlierenzauer. Dieser bekam wegen des verkürzten Anlaufs aber Bonuspunkte.

"Wir haben gezeigt, dass wir die zwei Favoriten sind. Aber der Weg ist noch lang. Ich möchte jetzt auf meiner Heimschanze Gas geben", sagte Schlierenzauer, der in der Gesamtwertung 12,5 Punkte Rückstand auf Jacobsen hat. "Es ist auffallend, dass die Norweger geschlossen stark sind und einer auch mit einem schlechten Sprung sehr weit springt. Für mich ist es wichtig, richtig geile Sprünge zu zeigen und die Stimmung zu genießen", so Schlierenzauer.

Dreht Jacobsen im Wettkampf den Spieß wieder um?

Jacobsen, der auch bei den Buchmachern inzwischen Favorit auf den Gesamtsieg ist, lenkte derweil von der Diskussion um seinen angeblichen Wunderschuh ab. "Meine gute Form liegt bestimmt nicht nur an meinen Schuhen. Ich habe derzeit einfach einen guten Rhythmus", sagte der 27-Jährige.

Für den Wettkampf rechnet sich der Norweger viel aus. "Ich mag den Bergisel. Das Stadion, die Fans, die Schanze, das ist einfach genial." Und so sollte es auch im dritten Springen der Tournee wieder eine knappe Entscheidung zwischen Jacobsen und Schlierenzauer geben. Bei den ersten zwei Wettkämpfen hatte der Österreicher in der Qualifikation jeweils die Nase vorne, doch den Sieg sicherte sich beide Male der Norweger, der weiter davon träumen darf, als zweiter Athlet nach Sven Hannawald alle vier Springen der Vierschanzentournee für sich zu entscheiden.

Freitag nicht ganz zufrieden

Bester Deutscher war Richard Freitag, der auf 124 Meter kam und mit 118,6 Punkten Rang sieben belegte. "Ich bin zufrieden, weil mein Sprung besser ist, mehr Richtung hat. Daran kann ich arbeiten", sagte Freitag, der bei der Tournee bislang hinter den Erwartungen blieb.

Michael Neumayer (112,9 Punkte) sprang auf Platz 15, Martin Schmitt (101,6), Andreas Wellinger (101,3) und Andreas Wank (101,2) folgten auf den Rängen 38, 40 und 41. "Ich bin nicht ins Fliegen gekommen. Ich habe mich schon im Training etwas schwer getan, jetzt hatte ich einen kleinen Wackler am Vorbau. Das will ich morgen abstellen", sagte Schmitt.

Ergebnis der Qualifikation in Innsbruck

Platz

Name

Land/Ort

Weite

Punkte

1

Gregor Schlierenzauer

Österreich

123,5 m

125,8 Pkt

2

Anders Jacobsen

Norwegen

125,5

123,6

3

Kamil Stoch

Polen

125,0

123,6

4

Maciej Kot

Polen

125,0

123,6

5

Krzysztof Mietus

Polen

126,0

121,5

6

Peter Prevc

Slowenien

124,0

120,9

7

Richard Freitag

Aue

124,0

118,6

8

Tom Hilde

Norwegen

124,5

118,6

9

Simon Ammann

Schweiz

123,5

117,3

10

Anders Bardal

Norwegen

121.5

115,3

...

15

Michael Neumayer

Berchtesgaden

121,5

112,9

...

21

Severin Freund

Rastbüchl

117,5

112,0

...

38

Martin Schmitt

Furtwangen

116,5

101,6

...

40

Andreas Wellinger

Ruhpolding

116,0

101,3

41

Andreas Wank

Oberhof

116,5

101,2

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