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Vierschanzentournee 2013: Werner Schuster kritisiert DSV-Springer

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Schuster: "Das war ein bitterer Tag"

07.01.2013, 13:00 Uhr | sid, t-online.de

Vierschanzentournee 2013: Werner Schuster kritisiert DSV-Springer. Martin Schmitt wird von Bundestrainer Schuster geadelt. (Quelle: imago/Sven Simon)

Martin Schmitt wird von Bundestrainer Schuster geadelt. (Quelle: Sven Simon/imago)

Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster zieht nach der Vierschanzentournee nur ein gemischtes Fazit. "Es ist schade, dass wir die Tournee nicht so beenden konnten, wie es unserer Qualität entspricht", sagte der DSV-Coach nach dem letzten Springen in Bischofshofen. "Hier ist nichts zusammengelaufen." Insbesondere der dramatischen Final-Absturz von Severin Freund ärgerte Schuster: "Severin wollte es erzwingen und nicht erspringen, das war sein Fehler. Er hat gedacht, dass jetzt seine Stunde schlägt, hatte aber einen Blackout."

Deutschlands Hoffnungsträger verpasste den zweiten Durchgang und damit den erhofften Podiumsplatz im Gesamtklassement. Auch bei sich selbst suchte Schuster die Gründe für den Absturz von Freund: "Da denkt man als Trainer: 'Was habe ich bloß falsch gemacht?' Ohne die Enttäuschung wäre er Dritter geworden. Das war sportlich ein bitterer Tag."

Lob für Martin Schmitt

Sehr zufrieden war Schuster dagegen mi Martin Schmitt. "Man kann vor ihm nur den Hut ziehen und gratulieren. Er hat nie aufgehört, an sich zu glauben", sagte der Trainer über den Überraschungs-Zehnten der Gesamtwertung, der erst zur Tournee nach einjähriger Pause ins deutsche Team zurückgekehrt war. "Mein Fazit zur Tournee ist sehr positiv, ich bin rundum zufrieden", sagte der 34-Jährige selbst.

Schuster gab zu, nicht mit einem solchen Comeback des einstigen Weltmeisters gerechnet zu haben. "Im Dezember hat es nicht so ausgesehen, dass er so eine Tournee springen kann. Sein Sieg im Continental Cup in Engelberg hat ihm im Nachhinein erst diese Tournee ermöglicht", sagte Schuster: "Ohne dieses Erfolgserlebnis hätte er nicht so eine Tournee springen können."

Fliegt Schmitt zur WM?

Sogar die WM Ende Februar in Val di Fiemme scheint plötzlich nicht mehr ausgeschlossen für Schmitt. "Die Norm haben bislang mehrere Leute erreicht, er kann es auch noch. Er hat definitiv die Möglichkeiten dazu. Seine Fluginstinkte sind wieder da, er hat aber noch Defizite im Absprung", sagte Schuster. Zwei Plätze unter den ersten Sechs oder drei unter den ersten Zwölf, so lautet die interne Vorgabe für das WM-Ticket.

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