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Eurovision Song Contest: Zehn ESC-Lieder im t-online.de-Songcheck

Eurovision Song Contest  

Zehn ESC-Lieder im t-online.de-Songcheck

13.05.2015, 10:25 Uhr | t-online.de

Eurovision Song Contest: Zehn ESC-Lieder im t-online.de-Songcheck. Ann Sophie und die finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät. (Quelle: dpa)

Ann Sophie und die finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät. (Quelle: dpa)

Duette und Balladen: Mit diesen beiden Begriffen lässt sich das musikalische Spektrum des diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien zusammenfassen. Vierzig Nationen treten an. Die Vielfalt der Lieder hält sich in bescheidenen Grenzen. Die t-online.de-Redakteure Sonja Riegel und Lars Schmidt habe sich zehn Titel herausgegriffen und genauer hingehört. Ihre Meinungen fallen zum Teil sehr unterschiedlich aus.

Bei der Auswahl sind wir unter anderem nach den Wettquoten gegangen, laut denen Schweden, Italien, Australien und Estland ganz vorne liegen. Auch Norwegen und Finnland haben demnach gute Chancen. Belgien und Großbritannien haben wir genommen, weil sie aus dem Balladeneinerlei herausstechen. Deutschland darf natürlich nicht fehlen. Und San Marino ist dabei, weil der unvermeidliche Ralph Siegel schon zum vierten Mal hintereinander ein Lied für das kleine Land geschrieben hat.

Unsere zehn Kandidaten im t-online.de-Songcheck - in alphabetischer Reihenfolge:



Australien: Guy Sebastian "Tonight Again"



Lars: Wenn Australien schon mitmachen darf, dann dürfen sie auch einen besseren Song nach Wien schicken. Und nicht so eine 08/15 Nummer. Wird aber dennoch einen guten Platz belegen - leider.

Sonja: Ich finde die Nummer gar nicht schlecht, sie ist tanzbar und macht gute Laune. Damit sticht Guy Sebastian in diesem Jahr schon mal deutlich hervor. Da Australien beim ESC bei den Zuschauern sicherlich auch einen "Exotenbonus" bekommen wird, sind sie sicherlich einer der großen Favoriten.

Belgien: Loic Nottet "Rhythm Inside"



Lars: Adele? Nein - ein Typ namens Loic Nottet. Dass die mehrstimmige und rhythmische Nummer eines der außergewöhnlichsten Lieder des diesjährigen ESC ist, beschreibt die Qualität der anderen Beiträge. Hoffentlich honorieren die Zuschauer das.

Sonja: Mich erinnert der Song weniger an Adele, sondern vielmehr an Lorde. Deren Tempoverschleppung hat mir allerdings auch schon nicht gefallen. Aber der belgische Song ist immerhin innovativ und der Künstler jung und frisch, das mag ich.

Deutschland: Ann Sophie "Black Smoke" 



Lars: Gutes Lied, dem aber das Besondere, Unverwechselbare fehlt. Wir werden am Ende einmal mehr das ESC-Feld von hinten sehen.

Sonja: Hat mir im Vorentscheid deutlich besser gefallen als "Jump The Gun". Live schreit mir Ann Sophie etwas zu viel. Aber ich hoffe sehr, dass sie die Überraschung schafft und in Wien zumindest in den Top 15 landet.

Estland: Elina Born & Stig Rästa "Goodbye To Yesterday"



Lars: Versprüht einen Hauch Sixties, hat einen guten Groove und ist sehr eingängig. Die weibliche Stimme passt aber nicht so recht zu diesem Sound. Könnte unter die besten Fünf kommen.

Sonja: Ich verstehe nicht ganz, warum dieses Duo einer der großen Favoriten ist. Der Song ist musikalisch und textlich eher belanglos und von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra, mit denen sie schon verglichen wurden, sind die beiden doch ein deutliches Stück entfernt.

Finnland: Pertti Kurikan Nimipäivät "Aina Mun Pitää"



Lars: Eine klassische Punk-Nummer: kurz, laut, dreckig. Und deswegen zwölf Punkte von mir. Ich bin gespannt, ob sich das Lordi-Phänomen wiederholt. Und, wie tolerant die ESC-Gemeinde in diesem Jahr ist. Wenn eine bärtige Dragqueen gewinnen kann, sollte das auch vier finnischen Punks mit geistiger Behinderung gelingen.

Sonja: Die finnische Auswahl gefällt mir sehr gut und ist ein wichtiges Zeichen für Inklusion. Ob sich die vier Punks im Musikwettbewerb behaupten können, wage ich aber zu bezweifeln. Denn beim ESC liegen meistens eher melodiöse Songs vorne. Und Punk ist nun mal Geschmackssache.

Großbritannien: Electro Velvet "Still In Love With You"



Lars: Electro-Pop und Swing zu einem Stil vermischen? Keine gute Idee. Und die BBC, die diesen Song ohne TV-Vorentscheid aus hunderten Bewerbungen ausgewählt hat, sollte mal ihre ESC-Kompetenz überdenken.

Sonja: England bewirbt sich auch in diesem Jahr eindrucksvoll um den letzten Platz. Ich habe absolut keine Ahnung, was sie uns mit diesem Song sagen wollen - und warum sie in der Bridge den "Löwen der Kleopatra" imitieren.

Italien: Il Volo "Grande Amore"



Lars: Für die Zuspitzung so vieler Klischees muss man den italienischen Beitrag schon wieder gut finden. Drei gutaussehende Tenöre schmettern eine Arie von einem Liebeslied. Fehlen nur noch die Spaghettis.

Sonja: Italien packt die ganz große Schmacht-Keule aus! Mir ist das ehrlich gesagt etwas zu viel. Wird aber vermutlich weit vorn landen.

Norwegen: Morland & Debrah Scarlett "A Monster Like Me"



Lars: Sorry, aber ich krieg sofort Ohrenkrebs, wenn ich so eine jaulige Männerstimme hören muss. Und weil alle den Text so loben. Wer achtet bei ESC-Songs auf die Texte???

Sonja: Ich! Das Thema ist tatsächlich sehr ungewöhnlich, denn es geht um einen in der Kindheit begangenen Mord. Das ist vielleicht etwas zu speziell für den ESC. Aber den beiden kommt zugute, dass sie auf der Bühne perfekt harmonieren und sich ihre Stimmen toll ergänzen. Einer meiner Lieblinge dieses ESC-Jahrgangs.

San Marino: Anita Simoncini & Michele Perniola "Chain Of Lights"



Lars: Was hat Ralph Siegel eigentlich gegen dieses kleine Land, dass er ihm nun schon zum vierten Mal in Folge ein belangloses Lied komponiert? Mit dieser typischen, austauschbaren Siegel-Melodie fliegt das Duo im Halbfinale raus.

Sonja: Im letzten Jahr hat San Marino mit einem Siegel-Song die Sensation geschafft und ist ins Finale eingezogen. Das wird in diesem Jahr schwer - um nicht zu sagen: unmöglich.

Schweden: Mans Zelmerlöw "Heroes"



Lars: Für mich genauso überbewertet wie seinerzeit Loreen mit "Euphoria". Da die ja damals gewann, ist also klar, was dieses Jahr mit Schweden passiert…

Sonja: "Euphoria" war nichts für mich, aber "Heroes" ist es ganz bestimmt! Auch wenn (oder gerade weil) der Song etwas an David Guetta erinnert, ist er einer der großen Hits dieses Jahrgangs. Sehr gespannt bin ich auf die Inszenierung, die beim schwedischen Vorentscheid sehr beeindruckend war und Mans Zelmerlöw die entscheidenden Punkte bringen könnte.

 

 

 


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