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Alice Schwarzer fliegt #EMMAistfürmich um die Ohren

Shitstorm gegen "Emma"  

Alice Schwarzer fliegt eigene Kampagne um die Ohren

07.11.2014, 12:26 Uhr | mmh, t-online.de

Alice Schwarzer fliegt #EMMAistfürmich um die Ohren. Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer (Quelle: imago images/imago/IPON)

Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer (Quelle: imago/IPON/imago images)

Alice Schwarzer liebt die Kontroverse und scheut keinen unbequemen Weg. Aber das hat sie sich sicherlich anders vorgestellt. Eine Kampagne sollte Meinungen zu Schwarzers Magazin "Emma" einholen und erntete einen heftigen Shitstorm.

"Emma", der Dinosaurier der Frauenbewegung wollte auch mal modern sein und im Netz interaktiv werden. Unter dem Hashtag #EMMAistfürmich präsentierte man Meinungen dazu, was das 1977 von Schwarzer gegründete Magazin den heutigen Frauen bedeutet. Man befragte 74 Abonnentinnen und twitterte deren Statements auf dem Emma-Account. Eher nett als aufsehenerregend, Aussagen wie "#EMMAistfürmich die Nachricht, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin."

Doch bei Twitter hagelt es dafür Kritik. Seit einer Woche läuft die Aktion und der Grande Dame der Emanzipation fliegen nicht Komplimente und Bekenntnisse von Mitstreiterinnen zu, sondern Vorwürfe zu ihrer jüngsten Vergangenheit um die Ohren. In 140 Twitterzeichen passt nämlich viel Häme.

Es ist von der "steuerkriminellen Männerhasserin" oder der "steuerhinterziehenden, ewiggestrigen Subventionsjägerin" zu lesen oder "EMMAist für mich wegen Alice Schwarzers Steuergebaren leider kein ernstzunehmendes Medium mehr". Oder "Nee, Emma is' eben nicht für mich", Begriffe wie "Schubladenfeminismus" fallen. Es prasselt deftige Vorwürfe wie "#EMMAistfürmich ein gutes Beispiel für versuchte Unterdrückung von Frauen durch Alice im Wunderland." Ein Mann schreibt über die "Missgunst hässlicher Frauen gegenüber attraktiven. Ein paar weitere Kostproben aus der Twitterwelt:










Alice Schwarzer sorgt oft für Schlagzeilen

Die Journalistin Alice Schwarzer - häufiger Talkshow-Gast - sorgt in ihrem Kampf gegen den Männlichkeitswahn immer wieder für Schlagzeilen, so schrieb die streitbare Emanze vor 20 Jahren beispielsweise positiv über eine Frau, die ihrem Mann den Penis abschnitt. Neben den Schwarzgeld-Enthüllungen Anfang diesen Jahres sorgte sie im Rahmen der juristischen Auseinandersetzungen um Wettermoderator Jörg Kachelmann mit einer Glosse für Aufregung.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins "Emma" fragt die Redaktion beispielsweise "Emanzen oder Schlampen?", es geht um Beyoncé Knowles, Miley Cyrus oder Taylor Swift, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen. Es geht im Themenmix um Social Freezing, Prostitution und Reizwäsche. Zu der misslungenen Kampagne hat sich die Publizistin noch nicht geäußert. Aus der Emma-Redaktion wurde auf Nachfrage mitgeteilt: "Wir halten es für unangemessen, diese Leserinnen-Werbeaktion, die für sich spricht, zu kommentieren. Die Reaktionen darauf sprechen ja ebenfalls für sich."



So sieht die Emma-Kampagne auf Facebook aus, auch da darf weiter gepostet werden.


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