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Oscar-Preisträger Michael Cimino wurde tot aufgefunden in Beverly Hills

"Die durch die Hölle gehen"  

Oscar-gekrönter Regisseur Michael Cimino ist tot

04.07.2016, 12:06 Uhr | AFP, dpa

Oscar-Preisträger Michael Cimino wurde tot aufgefunden in Beverly Hills. Kultregisseur Michael Cimino wurde leblos in seinem Haus in Beverly Hills gefunden. (Quelle: dpa)

Kultregisseur Michael Cimino wurde leblos in seinem Haus in Beverly Hills gefunden. (Quelle: dpa)

Oscar-Preisträger Michael Cimino ist tot: Der Regisseur von "Die durch die Hölle gehen" und "Die letzten beißen die Hunde" wurde leblos in seinem Haus in den Beverly Hills gefunden. Er ist 77 Jahre alt geworden.

Cimino sei bei guter Gesundheit gewesen, teilte sein Anwalt mit und beschrieb den Tod seines langjährigen Klienten als "völlig unvorhersehbar". Über die Todesursache wurden keine Angaben gemacht.

Oscar für dreistündigen Kriegsfilm

Cimino hatte 1979 den Oscar als bester Regisseur für den dreistündigen Film "Die durch die Hölle gehen" erhalten, in dem er anhand des Lebens dreier Freunde vom Vietnamkrieg erzählt. In einer der Kultszenen des Films spielen die von Robert de Niro und Christopher Walken dargestellten Figuren als Gefangene in Nord-Vietnam gegeneinander Russisches Roulette. Der Film erhielt auch vier weitere Oscars, darunter in der Kategorie "bester Film".

Arbeitete mit Jeff Bridges und Clint Eastwood

Der am 3. Februar 1939 in New York geborene Cimino begann seine Karriere als Werbefilmer, bevor er nach Los Angeles zog und Drehbücher für Filme schrieb. Mit seinem Drehbuch "Die letzten beißen die Hunde" hatte er 1974 sein Regie-Debüt. Die Hauptrollen spielten Jeff Bridges und Clint Eastwood.

Eklat auf der Berlinale

Ciminos ganz großer Durchbruch kam dann 1978 mit "Die durch die Hölle gehen", mit dem der Regisseur als einer der Ersten den Vietnamkrieg zum Thema machte. Während der Film in Hollywood gefeiert wurde, stieß er im Ausland auf teils harsche Kritik. Bei der Berlinale 1979 zogen die Teilnehmer aus Osteuropa und aus Ländern der Dritten Welt aus Protest gegen den Film ihre Beiträge zurück und verließen das Festival. Sie warfen Cimino eine "rassistische und neokolonialistische" Darstellung vor.

Schaffenspause nach Filmflop

Einen großen Flop landete Cimino mit seinem nächsten Film, "Himmelstor", von 1980. Der teuer produzierte Streifen lief nur eine Woche lang im Kino und trieb den Filmverleih United Artists in den finanziellen Ruin. Erst 1985 drehte Cimino seinen nächsten Film, "Im Jahr des Drachen" ("Chinatown-Mafia") mit Mickey Rourke. Weitere Filme folgten in großen Abständen. Nebenbei widmete sich Cimino dem Schreiben. Gerne hielt sich der Regisseur in Frankreich auf, wo ihm 2001 das Ritterkreuz für Künste und Literatur verliehen wurde.

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