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Großer Bahnhof: Virginie Viard führt Chanel in ein neues Zeitalter

Großer Bahnhof  

Virginie Viard führt Chanel in ein neues Zeitalter

03.05.2019, 17:58 Uhr | dpa

Großer Bahnhof: Virginie Viard führt Chanel in ein neues Zeitalter. Ein Model trägt ein Outfit mit hohem weißem Vatermüörderkragen, der an Karl Lagerfeld erinnert.

Ein Model trägt ein Outfit mit hohem weißem Vatermüörderkragen, der an Karl Lagerfeld erinnert. Foto: Grand Palais. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Bitte einsteigen - so lautete das Motto der Chanel-Show zur ersten Kollektion nach dem Tod von Karl Lagerfeld, die allein von seiner Nachfolgerin Virginie Viard entworfen wurde.

Wenn auch inoffiziell bekannt ist, dass bereits für die letzte Kollektion des Modehauses ein Großteil der Looks von ihr designt wurden.

Unter der Kuppel des Grand Palais wurden die Gäste am Freitag in einem riesigen Bahnhof empfangen, getreu des Motivs "Cruise". Vor den Gleisen standen Halteschilder und hübsche, für Wartesäle typischen Holzbänke. Doch nicht das Setting stand im Vordergrund.

Viards offizielle Debütkollektion war eine gelungene Mischung aus Neubeginn und diskreter Hommage. Mit den Lettern von Chanel bedruckte Leggings und hautenge Catsuits - über die Viard klassische Tweed-Blazer in Bonbonfarben kombinierte - zeigten, dass die neue Kreativdirektorin Chanel in ein neues Zeitalter führen kann. Weite Culotte-Hosen, fliederfarbene Morgenmäntel und aufgeschlitzte Bermudas wirkten modern und zeitgenössisch.

Mit ihrem letzten Look der Show gedachte Viard dann ihrem Vorgänger: Über den Laufsteg schickte sie ein Model in einem schwarzen, wadenlangen Kleid mit hohem weißem Stehkragen. Es erinnerte an den unverkennbaren Look von Karl Lagerfeld.

Über 20 Jahre lang arbeite sie mit dem deutschen Modeschöpfer Seite an Seite. Als Studioleiterin war sie seine engste Mitarbeiterin und Vertraute. Bisher gehörte es vor allem zu Viards Aufgaben, seine Wünsche und Ideen an das Studio zu übermitteln, seine Zeichnungen zu interpretieren und so seine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Von nun an steht sie auf eigenen Beinen. Den Applaus für die Kollektion nahm sie zum Schluss ganz in Schwarz gekleidet entgegen. Blieb wie immer diskret und verschwand nach ein paar Sekunden wieder. Es war nicht das erste Mal, dass sie alleine auftrat: zur Haute-Couture-Show im Januar ließ sich Lagerfeld wegen Müdigkeit entschuldigen. Zwei Wochen vor der Prêt-à-Porter-Show im März verstarb er schließlich.

Mit der Cruise-Show hat Viard ihre Feuertaufe bestanden. Die wahre Prüfung wird allerdings die medial wichtigere Prêt-à-Porter-Show im September, bei der die Augen der Modewelt auf sie gerichtet sein werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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