Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Kino > Hitchcock >

"Hitchcock" - Psychopathen, Morde und Blondinen

Hitchcock-Verfilmung  

"Hitchcock" - Psychopathen, Morde und Blondinen

08.01.2013, 13:42 Uhr | mth, t-online.de

"Hitchcock" - Psychopathen, Morde und Blondinen. Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) ist begeistert vom Roman "Psycho". (Quelle: 20th Century Fox)

Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) ist begeistert vom Roman "Psycho". (Quelle: 20th Century Fox)

"Psycho" ist wohl Alfred Hitchcocks berühmtester Film. Legendär ist die Duschszene, in welcher die von Janet Leigh dargestellte Marion Crane den Messerstichen des psychopathischen Mörders Norman Bates (Anthony Perkins) zum Opfer fällt. Legendär sind auch die ungewöhnlichen Umstände, unter denen das Meisterwerk entstanden ist. "Hitchcock", der Film, führt diese den Zuschauern auf vergnügliche Weise vor Augen und glänzt durch hervorragende Darsteller in Bestform.

Wir befinden uns im Jahr 1959. Gerade hat Hitchcock (Anthony Hopkins) mit dem Thriller "Der unsichtbare Dritte" wieder einen großen Erfolg gelandet. Doch der Meisterregisseur hat Lust auf etwas Anderes, Neues. Da fällt ihm Robert Blochs Roman "Psycho" in die Hände.

"Psycho" zu abgründig für das Filmstudio

Die abgründige Geschichte um den schizophrenen Frauenmörder Norman Bates zieht Hitchcock sofort in ihren Bann. Aber die Abgründe der Story sind offenbar zu tief für das Filmstudio Paramount, das Hitchcocks Filme produziert.

Also geht Hitchcock das Projekt gemeinsam mit seiner Frau Alma (Helen Mirren) in Eigenverantwortung an. Das gemeinsame Haus wird beliehen, um die Kosten für den Film zu stemmen. Große Stars kann man sich nicht leisten, und so schlüpft der weitgehend unbekannte Anthony Perkins (James D'Arcy) in die Rolle von Bates. Das einzige bekanntere Gesicht ist Janet Leigh (Scarlett Johansson). Doch die von ihr dargestellte Figur überlebt noch nicht einmal die Hälfte des Films.

Ein finsterer Horrorthriller über einen schizophrenen Mörder mit jeder Menge makaberer Einfälle, aber ohne Stars - kann das funktionieren? Hitchcock macht sich unterstützt von Alma frisch ans Werk, um die kritische Öffentlichkeit von der Qualität seiner Vision von "Psycho" zur überzeugen.

Die Frau hinter dem Meisterregisseur

Nicht nur der 1980 verstorbene Regisseur selbst wird in "Hitchcock" gewürdigt, auch die Rolle seiner Frau Alma bei der Entstehung von "Psycho" bekommt jede Menge Aufmerksamkeit. Obwohl sie immer im Schatten ihres berühmten und mit einem übergroßen Ego ausgestatteten Ehemanns stand, soll ihr Anteil am Schaffen Hitchcocks doch maßgeblich gewesen sein.

Mit den Oscar-Preisträgern Anthony Hopkins und Helen Mirren hat "Hitchcock"-Regisseur Sacha Gervasi die beiden Hauptrollen glänzend besetzt, wobei Hopkins Hitchcock bis ins kleinste Detail verblüffend authentisch zum Leben erweckt. Sowohl ihm als auch Mirren wird zugetraut, bei der kommenden Oscar-Verleihung ein Wörtchen mitzureden.

"Hitchcock" funktioniert mit seinen skurrilen Details zu den "Psycho"-Dreharbeiten, den Spleens und dem makabren Humor seiner Hauptfigur durchaus auch als Komödie, lässt aber die dunklen Aspekte in Hitchcocks Persönlichkeit nicht außen vor. Darüber hinaus liefert der Film höchst spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines der berühmtesten Filmklassikers aller Zeiten, die nicht nur Cineasten begeistern werden.

Kinostart: 14. März 2013

zurück zum Filmspecial

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal