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"Lone Ranger": Johnny Depp führt Sommer der Kino-Flops an

An der Kinokasse abgestürzt  

"Lone Ranger" und Co.: Der Sommer der Blockbuster-Flops

07.08.2013, 10:00 Uhr

"Lone Ranger": Johnny Depp führt Sommer der Kino-Flops an. "Lone Ranger" und Co.: Der Sommer der Blockbuster-Flops (Quelle: Disney)

Johnny Depp und Armie Hammer machen als Tonto und Lone Ranger an den Kinokassen keine allzu gute Figur. (Quelle: Disney)

Wenn am Donnerstag "Lone Ranger" in den deutschen Kinos startet, dann dürfte man bei den für den Action-Western verantwortlichen Disney-Studios feuchte Hände bekommen. Denn nachdem der Streifen mit Johnny Depp in den USA heftig geflopt ist, zählt nun jede verkaufte Karte in Übersee, um die Verluste des 215 Millionen Dollar teuren Films nicht zu groß werden zu lassen. Und dabei ist "Lone Ranger" keine Ausnahme im Sommer der Blockbuster-Flops.

Ob "After Earth" mit Will Smith, Roland Emmerichs "White House Down", Tom Cruise in "Oblivion" oder "R.I.P.D." mit Ryan Reynolds und Jeff Bridges - die zwischen 120 und 150 Millionen teuren Reißer stürzten allesamt an den US-Kinokassen ab. Das Sonderbare daran ist, dass selbst eigentlich unfehlbare Erfolgsgaranten wie die Herren Smith, Cruise und Emmerich nicht mehr vor einem Flop gefeit sind.

Schon vor dem Deutschlandstart ein sicheres Verlustgeschäft

Zwar konnte "After Earth" dank der Zuschauer in Europa und Asien dann doch knapp 250 Millionen Dollar einspielen. Allerdings handelt es sich hier um den Bruttowert, von dem zusätzlich noch knapp die Hälfte an die Kinos fließt - Marketingkosten im höheren zweistelligen Millionenbereich nicht mit eingerechnet. Auch bei "Lone Ranger", "R.I.P.D." und "White House Down" ist so schon vor dem Deutschlandstart sicher, dass sie für die Verleiher zum Verlustgeschäft werden.

"Pacific Rim" - Grüne Zahlen dank Erfolg in Europa und Asien

Etwas anders verhält es sich bei Guillermo del Toros 190 Millionen Dollar teuren Monster-gegen-Roboter-Spektakel "Pacific Rim". Schwachen Besucherzahlen in den USA folgten gute Ergebnisse in Europa und vor allem Asien. Mittlerweile nähert sich das Einspielergebnis der 300-Millionen-Marke, wobei der Film erst seit einer Woche in China läuft und in einigen Ländern noch nicht gestartet ist. So winken dann doch grüne Zahlen, eine Fortsetzung ist bereits in Planung.

Blockbuster-Inflation

Dennoch scheint die Zeit, als mit Spezialeffekten, Action und Stars vollgepackte Filme die Zuschauer automatisch in Massen in die Lichtspielhäuser lockten, vorbei. Und Hollywood betreibt bereits Analyse. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich, dass 2013 in den USA während der Kino-Hochsaison zwischen Mai und August so viele Blockbuster mit dreistelligem Millionenbudget wie nie zuvor - nämlich insgesamt 19 - an den Start gingen. Die Filme traten in gegenseitige Konkurrenz um ein Publikum an, das trotz des erhöhten Angebots doch nicht häufiger ins Kino ging.

Hinzu kommt die Konkurrenz durch die Qualitätsserien der US-Kabelsender, und - nicht zu unterschätzen - dass viele der teuren Leinwandspektakel einfach auch nicht sonderlich gut sind.

Lucas und Spielberg als Propheten

Interessant an der Entwicklung in diesem Kinosommer ist auch, dass die Filmgrößen George Lucas und Steven Spielberg, als sie im vergangenen Juni an der University of Southern California zu einem Gespräch mit Filmstudenten eingeladen waren, genau diese Entwicklung vorausgesehen haben und Spielberg von einer "Kernschmelze" im Filmgeschäft sprach.

Dennoch setzen die Studios weiter auf die Großproduktionen. "Tentpole-Movies" werden diese Filme genannt, "Zeltstangen-Filme". Bildlich gesprochen hielten sie bislang als sichere finanzielle Erfolge das schützende Dach über günstigere aber auch risikoreichere Projekte der Studios, die durch die Blockbuster-Millionen abgesichert waren.

In Zukunft noch mehr Fortsetzungen

Nach den Erfahrungen in diesem Jahr wird aber in Zukunft bei den "Tentpole-Movies" verstärkt darauf geachtet werden, das Risiko weiter zu minimieren. Und das heißt zurzeit: Es wird noch intensiver auf Fortsetzungen gesetzt. Unter den fünf erfolgreichsten Filmen in den USA in diesem Jahr befinden sich mit "Iron Man 3", "Ich - Einfach unverbesserlich 2", "Die Monster-Uni" und "Fast & Furious 6" vier Se- beziehungsweise Prequels. Der fünfte Streifen im Bunde ist mit "Man of Steel" bezeichnenderweise eine Superheldenverfilmung - das Genre, das zurzeit mehr als alle anderen das Blockbusterkino dominiert.

Kinostart "Lone Ranger": 8. August 2013

Kinostart "R.I.P.D.": 29. August 2013

Kinostart "White House Down": 5. September 2013

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