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"12 Years A Slave" als Kandidat für die Oscar-Nacht und Geschichtsbücher?

Exklusive Szene aus dem Filmdrama  

"12 Years A Slave" - Meisterwerk über die Sklaverei

15.01.2014, 13:43 Uhr | JK, dpa, t-online.de

"12 Years A Slave" als Kandidat für die Oscar-Nacht und Geschichtsbücher?. Chiwetel Ejiofor als Solomon Northup im Filmdrama "12 Years A Slave" (Quelle: Tobis Film)

Chiwetel Ejiofor als Solomon Northup im Filmdrama "12 Years A Slave" (Quelle: Tobis Film)

Gerade erst hat "12 Years A Slave" den Golden Globe für das Beste Filmdrama abgeräumt. Das Meisterwerk von Regisseur Steve McQueen ("Shame") gilt auch bei der Oscar-Verleihung Anfang März als sicherer Kandidat. Bei uns startet die Verfilmung einer wahren Geschichte am 16. Januar in den Kinos - überzeugen Sie sich schon jetzt anhand eines exklusiven Clips davon, dass das Sklaven-Drama zurecht mit Steven Spielbergs "Schindlers Liste" verglichen wird.

So schonungslos und zugleich menschlich berührend ist das düstere Kapitel der amerikanischen Sklaverei noch nicht auf die Leinwand gebannt worden. Der britische Regisseur und sein ebenfalls in London geborener Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor ("2012") schildern das tragische Schicksal des schwarzen Amerikaners Solomon Northup, der als freier Mann mit seiner Familie im US-Staat New York lebt, bis er 1841 in den Süden des Landes verschleppt und dort versklavt wird.

Northup erleidet kaum vorstellbaren Horror

Zwölf Jahre lang muss Northup auf Zuckerrohr- und Baumwollplantangen im heißen Louisiana die Willkür und Brutalität seiner Besitzer erdulden. Sein Leidensweg beginnt, als der Musiker und dreifache Vater von Betrügern in eine Falle gelockt wird. Er wacht in Ketten auf. Sein Protest, er sei ein freier Mann, wird von den Sklaventreibern mit Schlägen erstickt. Die anfängliche Ungläubigkeit über den Verlust seiner Freiheit verwandelt sich schnell in kaum erträglichen Horror. In einer Oscar-reifen Darbietung wird Ejiofor (36) in seiner ersten großen Kino-Hauptrolle zum belesenen Sklaven, der nie die Hoffnung verliert.

Vergleich mit dem Tagebuch der Anne Frank

Grundlage für den Film sind seine gleichnamigen Memoiren, die Northup 1853 veröffentlichte. Seine Frau habe das wenig bekannte Buch aufgespürt, sagte McQueen vor dem US-Kinostart von "12 Years a Slave" der "Los Angeles Times". Der schwarze Regisseur vergleicht die Aufzeichnungen des Sklaven mit dem Tagebuch der Anne Frank. "Genauso fesselnd und eine Alarmglocke, ein Schlachtruf, dass so etwas nie wieder passieren darf."

Starbesetzung dank Fassbender, Cumberbatch und Pitt

Zu der Starbesetzung gehören Benedict Cumberbatch ("Gefährten", "Abbitte") als Plantagenbesitzer mit Anflügen von Mitgefühl für seine Sklaven, Paul Dano ("Little Miss Sunshine") als kaltblütiger Aufseher und Paul Giamatti ("Sideways") als profitsüchtiger Sklavenhändler. Michael Fassbender ("Shame") mimt einen sadistischen Gutsbesitzer, der von einer jungen Sklavin besessen ist. Brad Pitt hat eine kleine Rolle als Arbeiter aus Kanada und Anhänger der Sklavenbefreiung. Wichtiger ist sein Part als Produzent des Films. Der Hollywoodstar zählt das berührende Drama zu seinen wichtigsten Filmen.

Schreibt "12 Years A Slave" Geschichte?

Viele Filmkritiker preisen "12 Years A Slave" als das beste Werk des Jahres. Schon im September gewann das Drama den Spitzenpreis beim Filmfest in Toronto. Im Dezember folgten sieben Golden-Globe-Nominierungen, in der Nacht zum Montag gab es den Haupt-Globe für das Beste Filmdrama - da scheint auch ein Oscar sicher. Als Gewinner würde McQueen Oscar-Geschichte schreiben. Bis jetzt hat noch kein Schwarzer die Regie-Trophäe bekommen. Es gab auch noch keinen Sieger in der Sparte "Bester Film", der von einem schwarzen Regisseur inszeniert wurde. "12 Years A Slave" hätte beide Trophäen verdient.

Kinostart "12 Years A Slave": 16. Januar 2014

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