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"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit": Mutanten-Spektakel der Superlative

"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"  

Starbesetztes Mutanten-Spektakel der Superlative

22.05.2014, 16:05 Uhr | t-online.de, dpa

"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit": Mutanten-Spektakel der Superlative. "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit": Starbesetztes Mutanten-Spektakel der Superlative (Quelle: 20th Century Fox)

Stilecht im 70er-Look: Beast (Nicholas Hoult), Professor Xavier (James McAvoy) und Wolverine (Hugh Jackman, l-r) (Quelle: 20th Century Fox)

Bryan Singer, Regisseur der ersten beiden "X-Men"-Filme", ist zu den Comic-Mutanten zurückgekehrt. Mit "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" präsentiert er das Aufeinandertreffen des ultimativen "X-Men"-Ensembles und damit den bislang besten Teil der Superhelden-Reihe.

Viele Helden der bisherigen Streifen rund um die Marvel-Comics kommen diesmal vor der Kamera zusammen - sowohl das Original-Team der "X-Men"-Saga (2000 bis 2006) als auch die junge Generation aus dem Prequel "X-Men: Erste Entscheidung" (2011).

Im Jahr 2000 war die erste Verfilmung der gleichnamigen Comics aus dem US-amerikanischen Verlag Marvel Comics erschienen, etwa im Dreijahresabstand folgten zwei weitere, bevor im Jahr 2009 mit "X-Men Origins: Wolverine" der erste Ableger und 2011 mit "X-Men: Erste Entscheidung" ein weiterer ins Kino kamen. 2013 reihte sich noch "Wolverine: Weg des Kriegers" ein.

Starbesetzung der Superlative

Der nunmehr siebte Film - für Singer ist es der dritte "X-Men"-Streifen als Regisseur - kann denn auch mit entsprechender Starbesetzung aufwarten, wenn die "X-Men" auf ihre Ichs aus der Vergangenheit treffen: Zu den Helden der Zukunft gehören etwa Hugh Jackman (Wolverine) und Halle Berry (Storm), zu denen der Vergangenheit unter anderem Jennifer Lawrence (Mystique) und ihr Freund Nicholas Hoult (Beast). Patrick Stewart gibt als Charles Xavier den Professor X - James McAvoy seinen jüngeren Part, Ian McKellen ist als Magneto wieder dabei - Michael Fassbender als seine Ausgabe in der Vergangenheit.

Die Mutanten-Jagd wurde eröffnet

"X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" beginnt mit düsteren Bildern - die Mutanten sind in Gefahr. Riesige Killer-Roboter, genannt "Sentinels", jagen jene Menschen, die über einen speziellen Gencode und daher über besondere und übermenschliche Fähigkeiten verfügen, und stecken sie in Internierungslager. Um der endgültigen Vernichtung zu entgehen, bleibt nur eine Möglichkeit: in der Vergangenheit das zu verhindern, was in der Zukunft bedrohlich wird - die Existenz der Sentinels, deren Opfer ohnehin längst nicht mehr nur Mutanten sind.

Ein alles entscheidender Kampf nimmt seinen Lauf. Der Einzige, der für die "X-Men" auf Zeitreise gehen kann, ist Wolverine. Kitty (Ellen Page), jüngstes Mitglied der Gruppe, schickt den Superhelden mit den ausfahrbaren Krallen 50 Jahre zurück - von einer nicht so fernen Zukunft in die 70er Jahre. Die Vergangenheit muss umgeschrieben werden.

Eine besondere Rolle dabei spielt die sexy Gestaltwandlerin Mystique, in deren Rolle Lawrence nackt, aber mit blauer Farbe und Verzierungen versehen, kämpft. Und "Game Of Thrones"-Star Peter Dinklage gibt den Erfinder Bolivar Trask, der die Sentinels erschaffen hat. Einer der wichtigen Momente im "X-Men"-Universum ist ein geheimes Treffen zwischen Trask und Präsident Richard Nixon, das den Beginn der Anti-Mutanten-Hysterie markiert.

Action, Tempo und tolle Effekte

Mit viel Action, rasantem Tempo und einfallsreichen visuellen Effekten setzte Singer seinen neuen Comic-Blockbuster in 3D um, und erreicht dabei tatsächlich das Niveau von "Marvel's The Avengers". "X-Men"-Unkenntnis und die beiden Zeitebenen dürften mitunter etwas irritieren, gelungene Gags dafür immer wieder amüsieren.

Vor allem Lawrence und Jackman, der zum siebten Mal Wolverine mimt, begeistern in dem 136 Minuten langen Mutanten-Spektakel. Und ein Ende der Comic-Action ist längst nicht in Sicht. Die Fortsetzung "X-Men: Apocalypse" ist bereits für 2016 angekündigt.

Auch bei diesem Film wird Bryan Singer wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Bei der Weltpremiere seines jüngsten Werks in New York war er allerdings nicht vor Ort. Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn hatte Singer nicht nur alles zurückgewiesen, sondern zugleich angekündigt, auf Werbetermine für seinen neuen Streifen zu verzichten - um nicht von dem "fantastischen Film" abzulenken.

Kinostart "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit": 22. Mai 2014

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