Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Kino >

Deutschlandpremiere von "Kartoffelsalat - nicht fragen!"

Youtube-Kinofilm "Kartoffelsalat"  

Seichter Zombie-Klamauk für die Netz-Generation

23.07.2015, 11:39 Uhr

Deutschlandpremiere von "Kartoffelsalat - nicht fragen!". Torge Oelrich spielt Leo Weiß im Zombie-Klamauk "Kartoffelsalat - Nicht fragen". (Quelle: Central Film)

Torge Oelrich spielt Leo Weiß im Zombie-Klamauk "Kartoffelsalat - Nicht fragen". (Quelle: Central Film)

Wir beantworten die fünf wichtigsten W-Fragen zum ersten deutschen Youtube-Film "Kartoffelsalat - Nicht fragen".

Was (erwartet mich auf der Leinwand)? "Kartoffelsalat" ist ein wilder Mix aus Zombie-Satire und Teenager-Klamauk. Die Handlung: Leo Weiß (Torge Oelrich alias Freshtorge) ist ein echter Loser. Er hat keine Freunde und in der Schule läuft es schlecht. Wegen mieser Noten schicken ihn seine Eltern auf eine andere Schule. Dort verliebt er sich ausgerechnet in die Zicke "Perle" (Bianca Heinicke), die den größten Teil ihrer Zeit im Fitness- und Sonnenstudio zubringt. Als ob die Situation für Leo nicht schon schlimm genug wäre, bricht an der Schule plötzlich ein Virus aus, der alle Schüler in herumschlurfende Untote verwandelt. Da auch der Seuchenschutz der Zombie-Epidemie nicht Herr wird, ist es an Leo, die noch nicht infizierten Schüler zu retten. Endlich bekommt der Versager die Chance, sich als der Held zu beweisen, der er in den Augen seiner Mitschülerin Vivien (Joyce Ilg) schon längst ist.

Wer (ist mit von der Partie)? Obwohl in der Zombie-Klamotte auch namhafte deutsche Schauspieler wie Ur-Ulknudel Otto Waalkes, Katy Karrenbauer und Tobias Schenke in Nebenrollen mitwirken, sind die eigentlichen Stars Youtuber wie Torge Oelrich alias Freshtorge, Dagi Bee, Phil Laude, Bibi, Simon Desue, Die Lochis und zahlreiche andere. Sie alle sind im Grunde keine Schauspieler, bringen aber dennoch jede Menge Publikumserfahrung mit. Auf ihren Youtube-Kanälen vereinen die Teenie-Idole etwa 17 Millionen Abonnenten. Allein Hauptdarsteller Torge Oelrich hat 1,5 Millionen Anhänger auf der Videoplattform. Als Regisseur wurde Michael David Pate verpflichtet, der 2014 mit seinem Horror-Thriller "Gefällt mir" erstmals auf sich aufmerksam machte.

Wie (kam das Ganze zustande)? Die treibende Kraft hinter "Kartoffelsalat" ist Torge Oelrich. Ein Jahr lang arbeitete der 26-jährige Schleswig-Holsteiner gemeinsam mit Regisseur Pate und einem kleinen Team von Helfern am Projekt. Knapp eine Million Euro standen zur Verfügung, um die Idee in die Tat umzusetzen. Auch Otto Waalkes half bei der Entstehung des Films mit, dem seine Firma "TransWaal Films" einen Teil des benötigten Budgets aufbrachte. Dankbarerweise konnte die Produktion auf größere Marketingausgaben ebenso verzichten wie auf einen Großteil der Darsteller-Gehälter. Die mitwirkenden Youtube-Künstler verlangten keine Gage und machten zugleich in ihren Videos kräftig Werbung für den Film. Entsprechend groß dürfte der Andrang an den Kinokassen ausfallen.

Wo (fand alles statt)? Der Film spielt im kleinen Örtchen Wesselburen, der Heimatstadt des Hauptdarstellers. Weltpremiere feierte "Kartoffelsalat" am 19. Juli in der nicht weit entfernten Stadt Heide im Kreis Dithmarschen. In Heide spielte schon "Gefällt mir", der erste Film von Regisseur Pate. Um die Sicherheit der rund 5.000 meist jugendlichen Premiere-Besucher zu gewährleisten, musste das schleswig-holsteinische Provinzstädtchen strenge Auflagen erfüllen. Unter anderem musste ein Straßenzug gesperrt werden.

Warum (sollte ich mir das ansehen)? "Kartoffelsalat" ist eine gut 90-minütige Trash-Orgie, die auch vor Penis-Witzen und allzu nahe liegenden Pointen nicht Halt macht. Wer genau das sucht, ist hier richtig. Das Ganze ist allerdings gespickt mit Anspielungen und Insider-Witzen für jene, die regelmäßig die Kanäle der beteiligten Youtuber frequentieren. Das ist natürlich gewollt. Bei der einzigen Vorab-Vorführung des Films in Hamburg nannte ihn Regisseur Pate einen "Zielgruppenfilm". Das bedeutet, dass er vor allem den angestammten Fans aus dem Netz gefallen muss, weniger den klassischen Zuschauern oder gar Filmkritikern. Wer einen Kinogang erwägt, sollte das bedenken.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: