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"Pixels": Videospiel-Komödie mit Adam Sandler überzeugt nicht

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Kinostart "Pixels"  

Videospiel-Komödie kann nicht überzeugen

30.07.2015, 06:00 Uhr | t-online.de, dpa

"Pixels": Videospiel-Komödie mit Adam Sandler überzeugt nicht. Transformers? Avengers? Nichts gegen die Zerstörungswut von Pac-Man... (Quelle: Sony)

Transformers? Avengers? Nichts gegen die Zerstörungswut von Pac-Man... (Quelle: Sony)

In den 80er Jahren begann die große die Zeit der Videospiele. Einer ihrer Helden war "Pac-Man", der aussieht wie eine gelbe Pizza, aus der ein Stück herausgeschnitten wurde. Ebenso skurril wie diese von einem Japaner erfundene Figur wirkt aus heutiger Sicht auch "Donkey Kong", ein klobiger Gorilla, der Fässer auf einer schiefer Ebene rollen lässt. Mittlerweile sind die ersten Videospiele jedoch längst im Technikmuseum gelandet. Game over.

Aber nicht für die drei kauzigen Helden in Chris Columbus' prominent besetzter, aber harmloser bis hanebüchener Komödie "Pixels": Sam (Adam Sandler), Eddie (Peter Dinklage) und Ludlow (Josh Gad) waren als Kinder die größten Champions in Sachen Videospiele.

Mittlerweile erwachsen, geben sie eher traurige Gestalten ab. Der leicht übergewichtige Sam jobbt als TV-Techniker und macht Hausbesuche in orangefarbener Arbeitskleidung. Eddie sitzt wegen Betrugs im Knast, und Einzelgänger Ludlow hat immer noch keine Freunde, lebt bei seiner Oma und entwirft Verschwörungstheorien.

Das Ballerspiel beginnt

Aber dann geht das Spiel von vorne los: Der reichlich trottelige US-Präsident Will Cooper (Kevin James) engagiert seine drei Freunde Sam, Eddie und Ludlow, um gegen Außerirdische zu kämpfen. Diese wollen mit Hilfe von real gewordenen Figuren aus alten Videospielen die Welt zerstören. Aber mit Pac-Man und Co, kennen sich die Nerds immer noch am besten aus, und das Ballerspiel beginnt.

Da wird mit Laserkanonen auf klobige Pixel-Monster geschossen, die dann in tausend Teile zerspringen. Da möchte man dann rufen: Kinderzimmer aufräumen. Visuell ist das nicht sehr spannend, die Möglichkeiten der 3D-Technik werden kaum genutzt.

Schwerer Stand für die Darsteller aus Fleisch und Blut

Kein leichtes Spiel für die Crew aus Fleisch und Blut: Selbst ein gestandener Komiker wie Adam Sandler hat in diesem Film reichlich Mühe, den ein oder anderen Lacher zu platzieren. Gewohnt kauzig gibt sich der kleinwüchsige Peter Dinklage ("Game of Thrones"). Der britische Charakterdarsteller Brian Cox darf einen bärbeißigen Admiral spielen. Nur nett anzusehen ist leider Michelle Monaghan in einer unglaubwürdigen Rolle als Militärexpertin.

Arg konstruierte Komödie mit wenig Charme

Der Plot von "Pixels" kommt schon sehr konstruiert und schräg daher. So richtig kann die Komödie, die vom gleichnamigen Kurzfilm von Patrick Jean aus dem Jahr 2010 inspiriert wurde, nicht überzeugen. Regisseur Chris Columbus ("Mrs. Doubtfire"; "Harry Potter und die Kammer des Schreckens"), selbst Jahrgang 1958, schwelgt zu Beginn ausgiebig in 80er-Jahre Nostalgie. Da rollen die obligatorischen Bonanza-Fahrräder durchs Bild, die junge Madonna ist auch schon da, und eine Ikone dieser Zeit hat einen schönen Gastauftritt: Dan Aykroyd, der coole Komiker aus "Blues Brothers" und "Ghostbusters". Leider vermisst man weitgehend genau den Charme und Witz dieser Filme "Pixels".

Kinostart "Pixels": 30. Juli 2015

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