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Filmkritik: "Star Wars 7" trifft den Ton der Original-Trilogie

Filmkritik "Star Wars 7"  

J.J. Abrams' Kniefall vor der Original-Trilogie

17.12.2015, 16:56 Uhr | Marc Thomé, t-online.de

Filmkritik: "Star Wars 7" trifft den Ton der Original-Trilogie. Das Wiedersehen mit Han Solo (Harrison Ford) und Chewbacca (Peter Mayhew) ist nicht die einzige Reverenz, die J.J. Abrams der Original-Trilogie von "Star Wars" erweist. (Quelle: Lucasfilm)

Das Wiedersehen mit Han Solo (Harrison Ford) und Chewbacca (Peter Mayhew) ist nicht die einzige Reverenz, die J.J. Abrams der Original-Trilogie von "Star Wars" erweist. (Quelle: Lucasfilm)

J.J. Abrams ist eine angemessene Fortsetzung der Original-Trilogie mit vielen großen Momenten gelungen. Allerdings verzettelt sich der Regisseur in seinem Bemühen, möglichst viele bekannte Versatzstücke in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" zu packen.

Stil und Stimmung dürften "Star Wars"-Fans der ersten Stunde aber von Beginn des Films an begeistern. Der Planet Jakku ist staubig, die Technik gebraucht und rostig, Landschaft, Bauten und Kreaturen wirken echt und liefern ein lebendiges Gegenstück zu George Lucas' steriler Prequel-Trilogie ab.

Auch die Kräfte der First Order, der Nachfolge-Organisation des Imperiums, bestehen wieder aus echten Menschen, die Offiziere besitzen Uniformen und Gesichter und weisen die bekannten Nazi-Referenzen auf, während Finsterling Kylo Ren (Adam Driver) in seinen ersten Szenen selbst Darth Vader blass aussehen lässt.

J.J. Abrams will es den Fans zu sehr recht machen

Doch mit dem Auftritt von Han Solo (Harrison Ford) und Chewbacca (Peter Mayhew) im ersten Drittel des Films wird der Eindruck zwiespältig. Zu sehr scheint es Abrams den Anhängern der Original-Trilogie recht machen zu wollen und verwendet fortan fast ausschließlich bekannte Elemente der "Star Wars"-Teile IV bis VI, die er lediglich leicht variiert.

Die Protagonisten treffen unter anderem auf einen weiblichen Yoda-Verschnitt, besuchen einen Ableger der Bar in Mos Eisley und zerstören wieder einmal einen Schildgenerator. Das passt nicht immer alles ins Gesamtbild und wirkt stellenweise sehr gewollt. Die im Vorfeld so streng geheim gehaltenen verwandtschaftlichen Bezüge zwischen den Hauptcharakteren werden schnell klar und die tragische Wendung zum Schluss des Films ist vorhersehbar.

Dennoch oder gerade deshalb dürften sich die Fans der Original-Trilogie von "Das Erwachen der Macht" gut abgeholt fühlen, woran natürlich auch das Wiedersehen mit den "Star Wars"-Altstars einen erheblichen Anteil hat. Allerdings fügen sich auch die neuen Charaktere um Kylo Ren, Finn (John Boyega), Rey (Daisy Ridley) und Poe Dameron (Oscar Isaac) gut in das "Star Wars"-Universum ein und verfügen über genügend Potenzial, um in den geplanten Fortsetzungen die Handlung zu tragen.

Perfekte Raumkämpfe und mächtige Lichtschwert-Duelle

Visuell und tricktechnisch spielt "Das Erwachen der Macht" in der Champions-League der Blockbuster. Zwar tappt auch J.J. Abrams ab und zu in die CGI-Falle, dennoch wirken die meisten Effekte realistisch. Die Luft- und Raumkämpfe orientieren sich an der übersichtlichen Choreografie der Original-Trilogie, sind aber dank moderner Tricktechnologie noch perfekter umgesetzt.

Die Lichtschwertduelle setzt Abrams weitaus weniger inflationär ein als Lucas bei den Prequels. Und sie haben wieder die mächtige Schwere der Kämpfe von Luke und Darth Vader, die in den Episoden I bis III einem hektischen Herumgehüpfe gewichen war.

Fazit

Unter dem Strich bleibt so ein geglückter Start in ein neues "Star Wars"-Zeitalter. J.J. Abrams hat den von den Fans gewünschten Ton getroffen, sollte aber bei den Fortsetzungen etwas mehr von den bekannten Mustern abrücken und mehr Eigenständigkeit zeigen.

Kinostart "Star Wars: Das Erwachen der Macht": 17. Dezember 2015

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