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"Tschiller: Off Duty": So ist der Kino-"Tatort"

"Tatort Schiller: Off Duty"  

Das erwartet Sie in Schweigers Kino-"Tatort"

04.02.2016, 11:00 Uhr | dpa, t-online.de

"Tschiller: Off Duty": So ist der Kino-"Tatort". Ein Hauch von 007? Til Schweiger als Nick Tschiller im Kino-"Tatort: "Off Duty". (Quelle: Warner Bros.)

Ein Hauch von 007? Til Schweiger als Nick Tschiller im Kino-"Tatort: "Off Duty". (Quelle: Warner Bros.)

Gegenüber den TV-Auftritten kann Til Schweiger alias Nick Tschiller bei seinem Tatort "Tschiller: Off Duty" mehr kinohafte Action bieten. Und so funktioniert der Film erstaunlich gut.

Wenn Nick Tschiller im Fernsehen antritt, bleibt vom altgewohnten "Tatort" kaum noch etwas übrig. Wenn er die Leinwand stürmt, fehlen selbst "Tatort"-Titel und -Vorspann, und sogar der Schauplatz erinnert nicht mehr an Schweigers Job als TV-Kommissar.

Hamburg ist nicht genug

Rund drei Jahre nach dem Thriller "Schutzengel" mit mehr als 700.000 Zuschauern kämpft der 52-Jährige sich als Actionstar durch Istanbul und Moskau. Dabei ist er "Off Duty", also außer Dienst.

Seit 2013 gehört Schweiger für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) zur "Tatort"-Riege - seine Personalie bescherte dem Traditionskrimi der ARD so viel Aufsehen wie lange nicht. Fortlaufend erzählten die bisherigen vier Filme von Tschillers Kampf gegen den kurdischen Astan-Clan. Gegenspieler Firat Astan (Erdal Yildiz) ist auch im Kino wieder mit von der Partie, man muss die TV-Episoden aber nicht vorher gesehen haben, um "Off Duty" zu verstehen.

Auch wenn Schweiger-Tochter Luna als Tschiller-Tochter Leonora ("Lenny") auf der Leinwand gleich zu Beginn unter Beweis stellen soll, was sie am Ende ihres vierten TV-"Tatorts" gelernt hat: das Schießen. Allein macht sie sich auf den Weg nach Istanbul, um den Tod ihrer Mutter Isabella zu rächen.

Doch die 17-Jährige wird entführt - und so jagt schon bald Vater Nick durch die türkische Metropole und später weiter nach Moskau, um seine Tochter zu retten. Der Auftakt zu einem Actionspektakel, für das Alvart schon angekündigt hatte, in Sachen Action im Vergleich zum TV "noch zwei, drei Schippen" draufzulegen.

Fahri Yardim ist wieder für den Humor zuständig

Es wird geprügelt, geschossen, getötet - und zwischendurch auch gelacht, denn Tschillers Kollege und Kumpel Yalcin Gümer (Fahri Yardim) ist wieder für den Humor zuständig. Das Zusammenspiel der beiden privat ebenfalls Befreundeten sorgt zwischen Stunts und Schießereien für amüsante Szenen, bis hin zum demonstrativen Po-Grapscher vor homophoben Russen.

Ansonsten rast Tschiller durch die Straßen und über die Dächer Istanbuls, hechtet über Häuserschluchten, stürzt sich in Zweikämpfe oder nimmt es gleich mit mehreren Polizisten auf. Er übersteht spektakuläre Autorasereien und kommt dann doch mit einem Mähdrescher auf dem Roten Platz in Moskau an.

Bildgewaltiges Actionspektakel

"Ich hab Isabella verloren, Lenny verlier ich nicht" - so klar wie Tschillers Ansage sind auch die Fronten in dem 135 Minuten langen und bildgewaltigen Actionspektakel. Einige neue Figuren kommen bis zum Showdown in Moskau hinzu, es gibt kurze Dialoge ausschließlich in Türkisch, Russisch oder Englisch.

Frauen spielen bis auf eine Liebesnacht mit Berrak Tüzünataç am Bosporus und eine russische Prostituierte (Alyona Konstantinova) keine große Rolle. Nick hat ja Yalcin und braucht keine Tschiller-Girls. Apropos Girls: 300 Millionen Euro soll das jüngste James-Bond-Abenteuer "Spectre" gekostet haben, sagt Schweiger. "Off Duty" komme auf knapp neun Millionen.

Kinostart "Tatort Tschiller: Off Duty": 4. Februar 2016

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