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Juli - "In Love": Diese Platte desillusioniert

Zu viel Gefühl: Juli sind "In Love"

17.09.2010, 11:38 Uhr | Judith Wiemers / Intro, t-online.de

Juli - "In Love": Diese Platte desillusioniert. Juli sind "In Love". (Foto: Sven Sindt / Universal)

Juli sind "In Love". (Foto: Sven Sindt / Universal)

Das Vorhaben, dem eigenen Anspruch zu genügen, kann motivieren, aufbauen, zu großen Taten verhelfen. Im Gegenzug scheitert man ebenso häufig an den zu hohen, selbstgewählten Maßstäben und bleibt am Ende zwischen dem Perfektionsanspruch und der eigenen Unzulänglichkeit auf der Strecke. Juli streben auf ihrem neuen Album "In Love" nach einer neuen Ernsthaftigkeit und einer Bandexistenz weitab von "Geile Zeit". Ob sie ihr Ziel erreicht haben?

Als Juli 2004 mit "Perfekte Welle" den deutschen Markt überströmte, hatte niemand mit dem durchschlagenden Erfolg einer Gitarrenpop-Platte mit deutschen Texten und einer Frau am Mikro gerechnet. Überraschenderweise trafen Juli mit ihrem sommerlichen, Aufbrauchstimmung suggerierenden Hit aber haargenau den Zahn der Zeit und wurden in den darauf folgenden Monaten und Jahren über sämtliche Medienkanäle über die Maßen gehypt und als junge deutsche Band zum Trendsetter idealisiert.

If it ain't broken, don't fix it

Was vor wenigen Jahren noch als Stimmungskanone auf Festivals und Partys funktionieren mochte, weicht jetzt auf "In Love" einer Ansammlung von Popsongs, die textliche Tiefe und musikalische Elegie ansteuern. So ambitioniert und lobenswert die Suche nach neuen Sounds und Ideen auch sein mag, der Band standen die rotzigen Anfänge weitaus besser, die klappernden Gitarrenarrangements konnte man als sympathisch, die Lyrics als mitreißend bezeichnen. Nun proklamieren die Gießener ein Image, das zu sehr an die pathetischen Versuche von Silbermond erinnert und zu krampfhaft versucht, sich neu zu erfinden, wo keine Erneuerung notwendig war.

Zu viel gewollt

Bis auf die Hitsingle "Elektrisches Gefühl", in der sich der Umschwung in Richtung Elektro manifestiert und die mit eindeutigen Mia-Referenzen zumindest als euphorisierende Indietanznummer gelten kann, bleibt "In Love" über große Strecken bemüht und fad. Der Einsatz von hippen Elektroversatzstücken und die an der Kitsch-Schmerzgrenze balancierenden, stellenweise absurden Textzeilen wollen zuviel und schießen weit über das Ziel des Möglichen hinaus. Diese Platte desillusioniert.

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