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DSDS-Gewinnerin Aneta mit "The One": Album voller Belanglosigkeit

Aneta Sablik mit "The One"  

Ein Album wie es belangloser nicht sein könnte

26.05.2014, 14:21 Uhr | Philipp Maxrath/ Intro

DSDS-Gewinnerin Aneta mit "The One": Album voller Belanglosigkeit. Aneta Sablik ist die DSDS-Gewinnerin 2014. (Quelle: Polydor / Universal)

Aneta Sablik ist die DSDS-Gewinnerin 2014. (Quelle: Polydor / Universal)

Same Procedure As Every Year: Wieder gab es eine neue Staffel von DSDS, wieder gab es eine Gewinnerin, die mit großen Hoffnungen ins Musikgeschäft einsteigt. Selbstverständlich erreichte die Single von Aneta direkt Platz eins der Charts, das Album soll natürlich auch den beliebten Platz an der Sonne einnehmen. "The One" bleibt aber höchstens im Kurzzeitgedächtnis der Menschen hängen. Nachhaltigkeit geht anders. 

Gerade mal drei Wochen ist es her, dass sich das Leben von Aneta Sablik grundlegend änderte. Am 3. Mai setzte sich die Junge Polin im Finale der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" souverän durch und begeisterte von Beginn an die Juroren. Der Sieg brachte ihr nicht nur Ruhm und Aufmerksamkeit, sondern auch 500.000 Euro und einen Plattenvertrag bei Universal ein. Nun erscheint ihr Debütalbum "The One". 

Angeblich haben Aneta und ihr Team um die Produzenten B-Chase (Kollegah), Djorkaeff (Sido, Adel Tawil) und Beatzarre (Ich + Ich) Tag und Nacht durchgearbeitet, um das Album fertig zu stellen. Diese Geschichte gehört zwar ins wunderbare Land der Marketingmärchen, passt aber perfekt ins Bild der hart arbeitenden Newcomerin, die einfach alles für ihre Karriere machen würde. 

Der Anschein von Kreativität

"The One" ist lupenreiner, auf Chartbelange getrimmter Elektro-Pop – und noch nicht einmal mehr guter. Der Titeltrack klingt wie eine schlechte B-Seite von Avicii und haut mit seinem x Mal gehörtem Synthesizer-Sound wirklich niemandem mehr vom Hocker. Eine hart "abrockende" Aneta passt da klanglich gut ins Bild. Einzig ihrer außergewöhnlichen Stimme ist es zu verdanken, dass das Album nicht zu einem Desaster gerät. Natürlich darf auch das Klischee von stilistischer Bandbreite nicht fehlen, das die Vielseitigkeit von Aneta unterstreichen soll. Schmacht-Ballade? Bitte schön: "You Pulled Me To Pieces". Rock-Powerballade? "Bad Things". Wirkliche Überraschungen bietet das Album indes nicht.

Morgen erinnert sich niemand mehr

Eigentlich kann man Aneta Sablik keinen Vorwurf machen – höchstens ihrem Team hinter den Kulissen. Wer glaubt, mit "The One" einen großen Wurf geschafft zu haben, nur weil man sich sämtlicher Charts-Klischees bedient, irrt.

Aber das sind auch nicht die Ambitionen, die hinter dem Konzept der Castingshows stecken. Hier geht es um strategische Erwägungen für den kurzfristigen, größtmöglichen Verkaufserfolg. Wer erinnert sich denn heute noch an die Gewinner von beispielsweise Staffel 3? Wahrscheinlich niemand. Auch an "The One" wird sich spätestens nach dem Finale der nächsten Staffel niemand mehr erinnern. Aber es gibt ja noch das Dschungelcamp.

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