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CD-Kritik: Jennifer Lopez: Ein Weg zurück auf die Straße

Neues Album "A.K.A."  

Jennifer Lopez: Ein Weg zurück auf die Straße

12.06.2014, 16:47 Uhr | Philipp Maxrath / Intro

Jennifer Lopez erinnert sich ihrer Wurzeln: Mit ihrem neuen Album „A.K.A.“ bezieht sie sich auf ihre Anfangstage, als sie als „J.Lo“ die R&B-Welt dominierte. Die neue Platte ist weniger Pop, sondern setzt vermehrt auf HipHop und R&B-Sounds.

Als Jennifer Lopez zu Zeiten ihres Albums "Rebirth" im Jahr 2005 entschied, nicht mehr "J.Lo" sein zu wollen, sondern nur noch unter ihrem Geburtsnamen aufzutreten, sagten ihr nicht wenige Kritiker voraus, dass dieser Schritt ihre Karriere massiv beeinträchtigen könne. Sie sollten Recht behalten. Ihren Alben fehlte es an Inspirationen, zu tief war ihr Spitzname im Kollektivgedächtnis verankert. Ähnliches geschah Prince im Zuge seiner vielen Namenswandlungen.

In der Zwischenzeit wurde die heute 44-jährige Mutter von Zwillingen, heiratete dreimal und ruhte sich ein wenig auf dem Erfolg von 70 Millionen verkauften Alben aus. Nun scheint es, als ob Jennifer Lopez wieder der Ehrgeiz gepackt hätte und sie sich musikalisch ihrer frühen Erfolge mit Werken wie "On the 6", "J.Lo" und "This Is Me...Then"  erinnert.

Zurück zu alten Styles

"A.K.A." knüpft im Prinzip dort an, wo "This Is Me...Me" aufhörte. Jennifer Lopez setzt vermehrt auf R&B und HipHop-Sounds – also die Musik, mit der sie groß wurde und die ersten Erfolge feierte. Die erste Single "First Love" steht in der Tradition von Tracks wie "Jenny From The Block" und "Waiting For The Night". Natürlich fehlen auch gefühlvolle Balladen wie "Never Satisfied", die seit jeher in Lopez’ Repertoire gehörten, auf "A.K.A." nicht. Die Single "I Luh Ya Papi" ("Papi" ist ein puerto-ricanisches Kosewort) wird von einem HipHop-Beat getrieben und dürfte einer der Sommerhits 2014 werden. Sowieso ist das Album trotz einiger vorangegangener Krisen, etwa der Scheidung von Ex-Mann Marc Anthony, ein Sommeralbum geworden. Nicht zuletzt durch das Mitwirken von Pitbull, mit dem sie schon den offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ("We Are One") schrieb.

Von der Straße

Lopez hat die beste Entscheidung getroffen, die man am Scheidepunkt einer Karriere treffen kann: Sich auf das berufen, womit man in der Vergangenheit den größten Erfolg hatte. Die musikalische „Rückentwicklung“ zu dem Sound, der sie groß gemacht hat, hat ihrer Musik qualitativ gut getan. Wer auf eingängige Melodien, tanzbare Rhythmen und fröhliche Sommerhits steht, bekommt von "A.K.A." genau das. Gaststars wie Nas und Pitbull geben "A.K.A." durch ihre Beiträge eine zusätzliche Portion Straßen-Credibility – passend zu dem Ort, wo Jennifer Lopez' Karriere begonnen hat: In der Bronx.

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