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CD-Kritik Lenny Kravitz "Strut"

CD-Kritik Lenny Kravitz "Strut"  

Musikalischer Egotrip, der für gute Laune sorgt

19.09.2014, 06:00 Uhr | Stefanie Thomas / Intro

CD-Kritik Lenny Kravitz "Strut". Lenny Kravitz (Quelle: imago/GEPA/Label)

Lenny Kravitz (Quelle: imago/GEPA/Label)

Der US-Megastar Lenny Kravitz meldet sich nach zwei Jahren mit seiner neuer Platte "Strut" zurück. Ein Album, das gar nicht geplant war, ihn aber bis in seine Träume verfolgte. Sein zehntes Studiowerk arbeitet sich an Beziehungen und all ihren Herausforderungen ab und ist verpackt in einen Rock voller Soul-Einflüsse.

Schon als Kind holte Lenny Kravitz alle verfügbaren Töpfe aus den Küchenschränken, baute sie um sich herum auf und trommelte wild drauf los. Seitdem ist viel passiert: Kravitz räumte viermal nacheinander den Grammy für "Best Male Rock Vocal Performance" ab - ein bislang unübertroffener Erfolg. Während er sich in seinem letzten Album "Black and White" noch mit dem Thema Rassismus auseinandersetzte, stärkt er mit "Strut" das Selbstbewusstsein. Er will seinen Hörern das Gefühl geben, stolz auf sich sein zu können.

Produktion auf eigene Faust

Dabei war das Album so gar nicht geplant. Doch bei den Dreharbeiten zur Filmreihe "Die Tribute von Panem", in der er den Stylisten Cinna spielt, geisterten ihm unablässig Songs im Kopf herum, bis sie laut eigener Aussage "einfach geschrieben werden mussten". Von da an stürzte Kravitz sich in einen musikalischen Egotrip, spielte alle Instrumente selbst ein, arrangierte und produzierte auf eigene Faust. Zur finalen Abmischung holte er sich Bob Clearmountain an seine Seite, der schon legendäre Platten wie David Bowies "Let's Dance" oder "Born In The U.S.A." von Bruce Springsteen mixte.

Freude und Schmerz

Das Ergebnis ist ein gut gelauntes Rock-Album mit zwölf kraftvollen Songs. Kravitz' unverkennbare, soulige Stimme tut ihr Übriges, wenn er Beziehungen und Sehnsüchte in all ihren Facetten thematisiert. "New York" etwa ist eine Liebeserklärung an die Stadt, die ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, während sich "The Chamber" darum dreht, dass eine Frau ihm systematisch das Herz bricht. Ein echtes Highlight ist der Song "The Pleasure And The Pain". Kravitz umschreibt darin die Freude und den Schmerz, zwei Gefühle, die für ihn zusammengehören und deren Zwiespalt zur Charakterbildung beiträgt.

Lenny Kravitz, "Strut" (Roxie / Kobalt / Rough Trade) erscheint am 19.09.2014

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