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Cyndi Lauper: "Detour": Auch als Cowgirl kann man Spaß haben

Cyndi Lauper: "Detour"  

Auch als Cowgirl kann man Spaß haben

03.05.2016, 18:05 Uhr | Berthold Voitl, t-online.de

Cyndi Lauper: "Detour": Auch als Cowgirl kann man Spaß haben. Cyndi Lauper hat ein unterhaltsames Country-Album veröffentlicht. (Quelle: Chapman Baehler)

Cyndi Lauper hat ein unterhaltsames Country-Album veröffentlicht. (Quelle: Chapman Baehler)

Cyndi Lauper wollte vor über 30 Jahren nur Spaß haben, hat dann allerdings über die kompletten Achtzigerjahre hinweg hart gearbeitet und erfolgreiche Singles produziert. Die Highlights aus dieser Zeit: "Girls Just Want to Have Fun", "True Colors" oder "I Drove all Night" sind längst zu Klassikern der Popmusik avanciert. Mit ihrem neuen Longplayer "Detour" wird sie dieser Reihe keinen neuen hinzufügen. Schließlich hat Frau Lauper ein reines Cover-Album aufgenommen.

Das wiederum besteht aus bekannten Country-Songs von den Vierzigern bis in die frühen Achtzigerjahre. Hierzulande kennt diese Stücke sicher nicht jeder, in den USA gehören sie fast alle zum musikalischen Allgemeingut. Zudem hat sich Cyndi Lauper bei fünf von zwölf Stücken prominente Duett-Partner gegönnt. Ein ambitioniertes Projekt mit reichlich Fallhöhe also.

Wenn schon Country, dann auch Nashville

Die inzwischen 62-jährige Sängerin meistert die Aufgabe jedoch recht ordentlich. Der Auftakt mit "Funnel of Love" sitzt, das erste Duett mit Emmylou Harris ("Detour") gelingt und die Lauper-Solonummern "Walkin' After Midnight" und "Heartaches by the Number" lassen kaum Wünsche offen, wenn man auf solide Countrymusik steht. Die Aufnahmen fanden, wie es sich gehört, in Nashville statt: inklusive Produzent mit Country-Background plus starken Session-Musikern.

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Humor der amerikanischen Art

Trotzdem geht die Rechnung nicht immer auf. Die gewöhnungsbedürftige Jodel-Einlage von Jewel bei "I Want to Be a Cowboy's Sweetheart" überzeugt nur unerschütterliche Hardcore-Fans. Auch die gewollt humorige Interpretation von "You're the Reason Our Kids Are Ugly" (im Original von Loretta Lynn und Conway Twitty - hier von Cyndi Lauper und Vince Gill dargeboten) sorgt beim mitteleuropäischen Hörer eher für Stirnrunzeln als für Lacher.

Besser als Dolly Parton

Doch unter den letzten fünf Songs tauchen noch drei Perlen auf: Bei "Begging to You" und "I Fall to Pieces" (Patsy Cline machte den Song 1961 zum Hit) überzeugt Cyndi Laupers gesangliche Darbietung voll und ganz. Das Finale teilt sich die Sängerin mit der großartigen Alison Krauss. Wenn sich ihre beiden Stimmen bei "Hard Candy Christmas" verschränken, kommt Gänsehaut-Feeling auf. Hier schafft die Cover-Version das, was selten genug gelingt: Die neue Interpretation ist eindringlicher, überzeugender als das Original, welches immerhin von Dolly Parton stammt.

"Detour" erscheint am 6. Mai 2016


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