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Eurovision Song Contest: Haben die No Angels ihren Grand-Prix-Song geklaut?

Plagiats-Vorwürfe  

Die No Angels sind keine Plagiatoren

10.03.2008, 12:20 Uhr | jho / / sid / dpa

Die No Angels jubeln nach der Bekanntgabe ihres Siegs beim deutschen Vorentscheid. (Foto: Reuters)Die No Angels jubeln nach der Bekanntgabe ihres Siegs beim deutschen Vorentscheid. (Foto: Reuters) Der Grand-Prix-Song "Disappear" von den No Angels kann kein Plagiat von dem Lied "Break The Silence" der Sängerin Steffi List sein. Wie der NDR-Unterhaltungschef Ralf Quibeldey gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) bestätigte, lag das Lied "Disappear" dem NDR schon vor Weihnachten vor und damit drei Wochen, bevor Steffi List mit "Break The Silence" bei Stefan Raab aufgetreten ist. Der Texter von "Disappear", Thomas Troelsen, teilte zudem mit, dass er zusammen mit dem Musikproduzenten Mikkel Remee Sigvardt und der Sängerin Hanne Sírvaag schon im Januar 2006 an dem Lied gearbeitet habe. Es sei am 5. November fertig geworden und dann sofort an den A&R-Manager Nik Hafemann bei Universal geschickt worden. Am Wochenende waren Vorwürfe laut geworden, Teile der Melodie ähnelten dem Refrain des Titels "Break The Silence", mit dem Steffi List bei Stefan Raabs Castingshow am 10. Januar Dritte wurde.


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Musicload No Angels - "Disappear" | Steffi List - "Break The Silence"

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Die No Angels und "Disappear"


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Ein unabhängiges Gutachten wird noch eingeholt
Auch Johannes Cordes, Label-Head von Universal, ließ inzwischen wissen, dass die Vorwürfe haltlos seien. Trotzdem werde Universal noch ein unabhängiges Gutachten einholen, das die Anschuldigungen abschließend klären soll. Hafemann war außerdem als A&R-Manager auch für Steffi Lists Lied "Break The Silence" verantwortlich. Schon aus diesem Grund, so hieß es am Dienstag, sei der Plagiatsvorwurf haltlos. NDR-Unterhaltungschef Ralf Quibeldey hatte bereits am Montag in Hamburg erklärt, dass es in den letzten Jahren kaum einen Eurovision Song Contest gegeben habe, bei dem nicht irgendwann ein Plagiatsvorwurf erhoben worden wäre. "Das gehört zum Grand Prix fast so dazu wie Chiffonkleider und Windmaschinen zur Show. In aller Regel haben sich diese Vorwürfe als haltlos erwiesen." Dem NDR liegen für alle Teilnehmersongs Autorenerklärungen vor, dass es sich um neu geschriebene und - bis zum Starttermin für alle Wettbewerber - unveröffentlichte Produktionen handelt.


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No Angels gewannen den Vorentscheid
Die No Angels hatten sich am Donnerstag beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt und vertreten Deutschland damit dieses Jahr beim Finale am 24. Mai in Belgrad. Mit ihrem eingängigen Popsong "Disappear" legten die vier Engel im Hamburger Schauspielhaus einen verführerischen und souveränen Auftritt hin. Damit hatten sie die Zuschauer, die per Telefon und SMS abstimmen konnten, auf ihrer Seite und ließen in einer finalen Abstimmung die ehemalige Musical-Sängerin Carolin Fortenbacher hinter sich. Das Ergebnis fiel allerdings denkbar knapp aus: 50,5 Prozent der Anrufer stimmten für die Engel. Zuvor waren in einer Vorrunde bereits die drei anderen Kandidaten Marquess, Tommy Reeve und Cinema Bizarre ausgeschieden.


Musicload Carolin Fortenbacher - "Hinterm Ozean"
Musicload Marquess - "La Histeria"
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Musicload Cinema Bizarre - "Forever Or Never"





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