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Apple ermöglicht seinen Usern das Löschen von U2-Album

Konzern reagiert auf Shitstorm  

Apple erlaubt Löschen von geschenktem U2-Album

16.09.2014, 18:23 Uhr | dpa/LS/mth

Apple ermöglicht seinen Usern das Löschen von U2-Album. Apple hat auf die harsche Kritik seiner User reagiert: Das geschenkte U2-Album kann nun recht einfach gelöscht werden. (Quelle: dpa)

Apple hat auf die harsche Kritik seiner User reagiert: Das geschenkte U2-Album kann nun recht einfach gelöscht werden. (Quelle: dpa)

Es schien eine glänzende PR-Idee zu sein, die jedoch zahlreiche Nutzer in Rage brachte: Nach tagelanger Kritik ermöglicht es Apple seinen Usern nun, das geschenkte neue Album der Band U2 aus ihren Mediatheken zu löschen. Der Konzern schaltete am Montag eine Website frei, über die das mit einem Knopfdruck erledigt werden kann.

Apple hatte bei der Vorstellung der neuen iPhone-Generation am Dienstag vergangener Woche 500 Millionen Kunden das neue U2-Album "Songs of Innocence" geschenkt und es direkt in ihren Mediatheken platziert. Eine nette Geste, die jedoch für einen wahren Shitstorm auf den Elektronikgiganten sorgte.

User fühlen sich bevormundet

Stein des Anstoßes ist der automatische Download, durch den sich viele Nutzer der Musik-Software bevormundet fühlen. "Ich stand nackt und verwundbar unter der Dusche und habe Songs über die Shuffle-Funktion gehört, und plötzlich wird das neue U2-Album gespielt", schreibt der bekannte britische Blogger Dan Howell auf Twitter. "Ich fühle mich von Apple vergewaltigt."

"Big Brother will, dass ich U2 höre"

Ein weiterer Kommentar auf Twitter lautet: "Big Brother will, dass ich U2 höre." Und User "Element" schreibt: "Ich bin so sauer. Apple, wie könnt ihr es wagen, für mich Musik herunterzuladen ohne mir Bescheid zu sagen?"

Das erste U2-Album seit fünf Jahren

"Songs of Innocence" ist das erste Album von U2 seit 2009. Über den Veröffentlichungstermin war lange spekuliert worden. Die Vorab-Single "Invisible" kam im Februar auf den Markt. Auch sie wurde mit großem Tamtam angepriesen: in einem Werbespot während des Super Bowls. Bei den Fans kam sie aber nicht besonders gut an. In Deutschland belegte die Nummer nur Platz 48 der Charts.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, zahlt Apple dem Musik-Konzern Universal Music für "Songs of Innocence" nicht den üblichen Album-Preis, sondern eine ausgehandelte Abschlagsumme. Die Plattenfirma hoffe dabei, den Verkauf älterer Alben der Band anzukurbeln, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. U2-Sänger Bono hatte ein gutes Verhältnis zu dem 2011 verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs.

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