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Xavier Naidoo nach Auftritt vor rechter Szene in der Kritik

"Er stellt sich ins Abseits"  

Xavier Naidoo nach Auftritt vor rechter Szene in der Kritik

08.10.2014, 17:58 Uhr | CK, t-online.de, dpa

Xavier Naidoo nach Auftritt vor rechter Szene in der Kritik. Xavier Naidoo bei seinem umstrittenen Auftritt in Berlin. (Quelle: picture alliance/Anadolu Agency/Cuneyt Karadag)

Xavier Naidoo bei seinem umstrittenen Auftritt in Berlin. (Quelle: picture alliance/Anadolu Agency/Cuneyt Karadag)

Popsänger Xavier Naidoo (43) ist mit einem Auftritt vor rechtsgerichtetem Publikum am Tag der Deutschen Einheit auf Unmut in seiner Heimatstadt Mannheim gestoßen. "Er stellt sich mit seinen politischen Äußerungen ins Abseits und in die Nähe von Personen, wo er meines Erachtens nicht hingehört", sagte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) dem "Mannheimer Morgen". "Ich bedaure diese Entwicklung sehr."

Kurz erklärte weiter, Naidoo sei ein sozial und für die Stadt engagierter Künstler. Im Einzelnen vertrete er jedoch radikal libertäre, anti-staatliche Positionen, mit denen sich Mannheim als Stadt nicht identifizieren könne.

Der Sänger hatte am 3. Oktober vor dem Reichstagsgebäude in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger gesprochen. Diese lehnen die staatliche Ordnung in Deutschland ab. Bei dem Auftritt hatte Naidoo übereinstimmenden Medienberichten zufolge gesagt: "Ich habe keine Ahnung, wer hier steht, mir geht es um die Liebe. Ich bedanke mich, dass ich in Deutschland geboren bin."

Auftritt war spontane Aktion

Naidoo selbst verteidigte seinen Auftritt. Es sei eine spontane Aktion gewesen, sagte er laut Management am Rande der Aufzeichnungen zur Vox-Show "Sing meinen Song - Das Weihnachtskonzert". "Ich war alleine mit meinem Fahrrad und bin im Regierungsdistrikt rumgefahren. Die Menschen haben mich, als ich im Publikum stand, angesprochen, ob ich etwas sagen möchte, und das habe ich getan", sagte er. Er habe für den Frieden werben wollen.

Zugleich grenzte sich Naidoo von rechtem Gedankengut ab: Er sei weder homophob noch rechtsradikal. Er selbst habe Morddrohungen aus der rechten Szene bekommen, als er Rock gegen Rechts gemacht habe, betonte er.

Vergleich mit Jesus

Sein großes Vorbild sei Jesus, so der Musiker weiter. "Er ist auf alle Menschen zugegangen. Ich möchte ebenfalls auf Menschen zugehen, egal wo sie sind, egal wo sie herkommen. Ich möchte von Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und meiner Überzeugung sprechen." Der Tag der deutschen Einheit sei dafür eine tolle Gelegenheit gewesen.

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