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Wildecker Herzbuben feiern ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum

25-jähriges Bühnenjubiläum  

Wildecker Herzbuben: "Herzilein" machte die zwei Dicken berühmt und reich

29.04.2015, 12:10 Uhr | dpa

Wildecker Herzbuben feiern ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Die Wildecker Herzbuben feiern ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum: Mit dem Song "Herzilein" wurden sie reich und berühmt. (Quelle: dpa)

Die Wildecker Herzbuben feiern ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum: Mit dem Song "Herzilein" wurden sie reich und berühmt. (Quelle: dpa)

Allein durch ihr bloßes Erscheinen auf einer Bühne erregen diese beiden Kerle mächtig Aufmerksamkeit. Dann brachten die Wildecker Herzbuben 1989 auch noch den Megahit "Herzilein" raus und wurden so bekannt wie bunte Hunde. Das schwergewichtige Volksmusik-Duo feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Am 30. April 1990 standen die Buben zum ersten Mal auf einer Konzertbühne und heizten ihren Fans ein.

Wilfried Gliem (68), einer der beiden Schunkelstars, erinnert sich: "Wir waren beide unheimlich aufgeregt. Wir waren ja plötzlich berühmt und mussten uns erst einmal an die Situation gewöhnen." Der Debüt-Ort war eher klein und gemütlich: Ein paar hundert Zuschauer kamen damals in ein Café im nordhessischen Schwalmstadt. Sie alle wollten von ihm und seinem Partner Wolfgang Schwalm "Herzilein" hören. Mit dem am 4. Oktober 1989 - einige Monate vor dem ersten Konzert - veröffentlichten Hit wurden sie reich und berühmt.

"Herzilein" auch für Dorfdeppen geeignet

Der Gassenhauer war ein Fall für sich: "Der schnörkellose Liedtext bedient Klischees der heilen Welt und der Liebe. Der ist so eingängig, dass ihn jeder Dorfdepp schnell mitsingen kann", urteilte Musik- und Radio-Experte Jürgen Christ von der Musikhochschule Karlsruhe.

Beim ersten Konzert ging es sehr bodenständig zu: Beginn am Nachmittag, knappe Stunde Spielzeit, Halb-Playback mit Musik vom Band. "Und nach dem Auftritt haben wir noch eine Tasse Kaffee getrunken und sind wieder nach Hause gefahren", schildert Gliem. Die Gagenhöhe von damals weiß er noch, verrät sie aber nicht. Er rede ohnehin nicht gerne über den schnöden Mammon.

Beeindruckende Rekordzahlen

Der riesige Erfolg der Wildecker Herzbuben kam prompt nach dem ersten Auftritt. "Es war ein anstrengendes Jahr", sagt Gliem. 1991 sei es noch heftiger gewesen. "Ich glaube, rund 370 Jobs im Jahr - das war Rekord." Im Laufe der Zeit haben es die Herzbuben - laut Gliem - auf 3500 bis 4000 Auftritte gebracht. Aktuell sind es nur noch 30 bis 60 pro Jahr, mit großer Bandbreite. "Mal singen wir auf einer Hochzeit, mal in einem Fußballstadion wie 2014 in Luzern", erzählt er.

Vor rund einem Jahr haben die Herzbuben ihr jüngstes Album mit dem Titel "Sommer, Sonne, Herzilein" herausgebracht. "Da haben wir deutsche Schlager modern aufgepeppt. Mit einem ordentlichen Beat etwas zum Tanzen. Aber es hat sich nicht so gut verkauft." Das finde der Sänger aber nicht weiter verwunderlich, da der Markt für solche Musik nicht mehr so da sei wie früher. Es sei schwieriger geworden, mit Musik Geld zu verdienen. Angesichts vieler Musik-Streaming-Plattformen seien viele Menschen nicht mehr bereit, im Einzelverkauf für Alben Geld auszugeben.

Hoffnung auf ein neues "Herzilein" fast aufgegeben

Ob die Herzbuben noch ein Album aufnehmen - da ist sich Gliem unsicher: "Es macht eigentlich keinen Sinn mehr." Es koste schließlich Zehntausende Euro. "Aber man macht es immer wieder in der Hoffnung, dass es mal wieder so richtig knallt." So wie das berühmte "Herzilein".

Kurios an der "Herzilein"-Story: Die Herzbuben seien durch Zufall an den eingängigen Song gekommen. Keiner wollte das Lied haben. Angeboten worden sei er zuvor unter anderem Peter Alexander und Gottlieb Wendehals (Werner Böhm). Erst Sänger G.G. Anderson, der bei der Schallplattenfirma Hansa unter Vertrag stand, sagte: "Das ist was für die beiden Dicken aus meiner Band." Das hat ja dann bestens gepasst und der Rest ist Geschichte.

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