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Pearl Jam sagen Konzert wegen Toiletten-Gesetz ab

Verstoß gegen Menschenrechte  

Pearl Jam sagen Konzert in North Carolina wegen Toiletten-Gesetz ab

19.04.2016, 15:11 Uhr | t-online.de, AFP

Pearl Jam sagen Konzert wegen Toiletten-Gesetz ab. Pearl Jam, die Rockband um Eddie Vedder (l.), sagt aufgrund eines umstrittenen Transgender-Gesetzes ein Konzert in North Carolina ab. (Quelle: dpa)

Pearl Jam, die Rockband um Eddie Vedder (l.), sagt aufgrund eines umstrittenen Transgender-Gesetzes ein Konzert in North Carolina ab. (Quelle: dpa)

Nach Bruce Springsteen jetzt auch die Rocker von Pearl Jam: Aus Protest gegen ein Gesetz zur Toilettenbenutzung durch Transgender hat die Rockband ein Konzert im US-Bundesstaat North Carolina kurzfristig abgesagt. Das Gesetz verstoße gegen die Menschenrechte, erklärte die Band um Frontmann Eddie Vedder.

"Nach reiflicher Überlegung und mit viel Bedauern müssen wir die Raleigh Show am 20. April in North Carolina absagen", teilt die Band auf Facebook mit. "Das wird diejenigen, die ein Ticket besitzen, sicher sehr verärgern, aber wir sind von der Situation genauso frustriert."

Man halte das entsprechende Gesetz jedoch für verachtenswert und seine Auswirkung auf die Menschenrechte sei massiv. "Wir wollen, dass  Amerika ein Land ist, in dem niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung  seinen Job verlieren muss." 

Der Auftritt war für Mittwoch in der Hauptstadt des Bundesstaates North Carolina, Raleigh, geplant gewesen. Zuvor hatte bereits Bruce Springsteen ein Konzert dort abgesagt, diverse Firmen legten ihre Investitionen auf Eis.

Vorschriften bei Toilettenbenutzung

Das im März in Kraft getretene Gesetz schreibt vor, dass Transgender nur solche öffentlichen Toiletten benutzen dürfen, die dem in ihrer Geburtsurkunde genannten Geschlecht entsprechen. Es untersagt außerdem den Kommunen des im Südosten der USA gelegenen Bundesstaats, eigene Verordnungen zum Schutz von sexuellen Minderheiten bei der Nutzung von WCs und anderen öffentlichen Einrichtungen zu erlassen.

Bryan Adams verzichtet auf Auftritt in Mississippi

Musiker Bryan Adams verzichtete in der vergangenen Woche ebenfalls auf einen Konzertauftritt, allerdings im Staate Mississippi. Dort werde "einer Gruppe Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung Grundrechte verweigert", erklärte er auf Instagram.

Ein in Mississippi verabschiedetes Gesetz ermöglicht nach Meinung von Kritikern religiöse Diskriminierung von Minderheiten. Unternehmer könnten etwa unter Berufung auf ihren Glauben ungestraft Transsexuelle entlassen.

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