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Todesursache von Prince: Anwalt dementiert erste Gerüchte

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Popstar lebte gesund und sauber  

Prince-Anwalt weist Berichte über Drogensucht zurück

26.04.2016, 19:26 Uhr | AP

Todesursache von Prince: Anwalt dementiert erste Gerüchte. Prince im Jahr 2007 bei der Halbzeitshow des Super Bowl XLI in Miami. (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)

Prince im Jahr 2007 bei der Halbzeitshow des Super Bowl XLI in Miami. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

Die Ursache für den überraschenden Tod von Popstar Prince ist weiterhin unklar - was Spekulationen Tür und Tor öffnet. Seit Tagen machen Gerüchte die Runde, der 57-Jährige sei an einer Überdosis Drogen oder Medikamente gestorben. Doch diesen Vermutungen erteilte sein langjähriger Anwalt nun eine Absage.

L. Londell McMillan wies Berichte über eine mögliche Drogensucht seines berühmten Mandanten zurück. Der Sänger, Musiker und Produzent habe einen gesunden und sauberen Lebensstil gepflegt, sagte der Anwalt. Er sei "geschockt und überfordert" von der Todesnachricht gewesen.

Am vergangenen Donnerstag war Prince in seinem Anwesen Paisley Park in Chanhassen im US-Staat Minnesota tot aufgefunden worden. Eine Autopsie wurde vorgenommen, deren Ergebnis jedoch erst in einigen Wochen vorliegen wird. Die Polizei hat eine Gewalteinwirkung oder Selbstmord ausgeschlossen.

"Er sagte: 'Okay, ich ruf dich bald an'"

McMillan kannte Prince seit 25 Jahren, einst war er auch als Manager für den Star tätig. Der Anwalt sagte, er habe am Sonntag vor Prince' Tod noch mit ihm telefoniert, nachdem gemeldet worden sei, dass der Musiker wegen Gesundheitsproblemen eine Notlandung gemacht habe. Prince habe ihm versichert, dass es ihm gutgehe, sagte McMillan. "Er sagte: 'Okay, ich ruf dich bald an.'"

Überdosis Schmerzmittel genommen?

Das US-Promiportal TMZ hatte unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, Prince habe sich wegen einer Überdosis des starken Schmerzmittels Percocet bei seiner Heimkehr von Konzerten in Atlanta vergangene Woche in Behandlung begeben. Demnach wurde er am 15. April in Moline im US-Staat Illinois für kurze Zeit in eine Klinik eingeliefert.

Auf den TMZ-Bericht angesprochen sagte McMillan, Prince möge zwar Schmerzen gehabt und ab und zu medizinische Mittel eingenommen haben. Doch habe er keine Drogen genommen, die Anlass zur Sorge gegeben hätten. "Leute nehmen Medikamente. Die Frage ist: Nimmt man die Medizin auf eine gefährliche Art und Weise?"

Anwalt verdankte Prince seine Karriere

McMillan, der auch Poplegende Michael Jackson vertreten hat, sagte, er verdanke Prince seine Karriere. Er managte den Star, als dieser mit seiner Plattenfirma Warner im Clinch lag. Zudem hielt Prince McMillan zugute, auf die Idee des Künstlernamens "The Artist Formerly Known As Prince" gekommen zu sein, den er im Zuge des Streits annahm.

McMillan war am Samstag auch bei der privaten Trauerfeier in Paisley Park zugegen, bei der die Popikone eingeäschert wurde. "Es war sehr liebevoll, besonders, feierlich und sehr wertschätzend", sagte der Anwalt. "Ich denke, dass er stolz darauf gewesen wäre, wie wir sein Leben gefeiert haben."

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