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Echo 2018: Kritik an Skandal-Rapper Kollegah und Farid Bang

"Dumm und pervers"  

So reagieren die Promis auf den Rapper-Skandal

Von Janna Specken, Maria Holzhauer

13.04.2018, 11:42 Uhr
Promis reagieren: Kollegah und Farid Bang bekommen Echo für umstrittenen Rap-Song
Diese Echo-Promis sprechen sich gegen die Skandal-Rapper aus

Skandal beim Echo um die Rapper Kollegah und Farid Bang: Klare Worte der Promis auf der After-Show-Party. (Quelle: t-online.de)

Skandal beim Echo um die Rapper Kollegah und Farid Bang: Klare Worte der Promis auf der After-Show-Party. (Quelle: t-online.de)


Eigentlich sollte es um Musik gehen: ein genreübergreifendes Zusammentreffen von Künstlern. Doch der Skandal um die Rapper Farid Bang und Kollegah überschattet das Ereignis. t-online.de hat die Künstler vor Ort gefragt, wie sie eigentlich das Verhalten ihrer Kollegen empfinden. 

Während sich viele der Promis lieber zu dem prekären Thema des Antisemitismusvorwurfes nicht äußern wollen, haben einige Stars im t-online.de-Interview ihre Meinung klar geäußert. 

Aus Olivia Jones zum Beispiel sprudelte es nur so heraus, als wir sie auf Kollegah und Farid Bang ansprechen: "Für mich ist die Echo-Verleihung eine tolle Party, die für Toleranz und Multikulti steht. Das steht hier im Vordergrund, auch wenn es alberne Rapper gibt, die meinen irgendeinen Schwachsinn von sich zu geben und sich dadurch zu promoten. Das ist dumm und pervers." Die Künstlerin zieht aus dem Verhalten der Rapper klare Schlüsse: "Man sollte solche Leute nicht mehr einladen." Und weiter: "Das ist sowas von geschmacklos. Ich finde, die haben hier nichts zu suchen. Wir können hier keine Menschen gebrauchen, die noch mehr Hass schüren."

Auch Daniele Negroni, der vor wenigen Monaten noch im Dschungelcamp für Unterhaltung sorgte, fand klare Worte für das Verhalten seiner Kollegen: "Ganz ehrlich, das geht gar nicht", sagte er t-online.de. "Es gibt irgendwo Grenzen und ich glaube, die Grenzen sind mit diesem Text überschritten." Er gibt aber dennoch zu: "Den Echo verdient haben sie vielleicht, sie verkaufen gut, aber man muss nicht mit solchen Texten ankommen. Aber das machen sie, weil es ihr Image ist."

Daniele Negroni mit seiner platonischen Freundin: Auch er kritisierte die Skandal-Rapper.  (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)Daniele Negroni mit seiner platonischen Freundin: Auch er kritisierte die Skandal-Rapper. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Schlagersängerin Annemarie Eilfeld findet, dass die Schuldzuweisungen nicht an den Echo gerichtet werden sollten: "Der Echo an sich kann ja nichts dafür. Ich finde die Aussage 'Antisemitismus hat auf dem Echo nichts zu suchen' falsch. Antisemitismus hat generell nirgendwo etwas zu suchen." Ihrer Meinung nach seien die beiden zurecht für den Echo nominiert, ähnlich wie Negroni argumentiert sie mit starken Verkaufszahlen, die unter anderem Bewertungskriterium für die Echo-Vergabe sind. "Man hätte das im Keim ersticken müssen", findet die Blondine. "Es ist traurig, dass die Menschen das gekauft haben und es ist traurig, dass sie überhaupt die Chance hatten, das zu kaufen."

Annemarie Eilfeld: Sie findet die Rapper sind zurecht beim Echo.  (Quelle: Isa Foltin/Getty Images)Annemarie Eilfeld: Sie findet die Rapper sind zurecht beim Echo. (Quelle: Isa Foltin/Getty Images)

Für Medienunternehmer Frank Otto ist die Diskussion über Künstler, die Grenzen überschreiten, nicht neu: Er erinnert an vergangene umstrittene Bands: "Wir haben diese Auseinandersetzung schon immer gehabt. Wir kennen das von den geläuterten Böhse Onkelz und Frei.Wild. Es ist gut, dass man über Grenzfälle spricht. Erst recht jetzt, wo wir eine Partei im Parlament sitzen haben, die bedenkliche Äußerungen tätigt. Deswegen müssen wir darüber sprechen." Weiterhin gibt er aber an: "Ich bin Vertreter der Kunstfreiheit, ich hätte das eigentlich in diesem Fall ein bisschen abgetan, die beiden sind keine ja keine Sozialwissenschaftler, sie haben es wohl nicht so gemeint." 

Frank Otto: Er schätzt die Rapper als unwissend ein. (Quelle: dpa)Frank Otto: Er schätzt die Rapper als unwissend ein. (Quelle: dpa)

Kollegah und Farid Bang gewannen am Abend den Echo in der Kategorie Hip Hop/Urban national. In ihrer Dankesrede entschuldigten sie sich nicht für ihre Textzeile, die KZ-Gefangene aus Auschwitz beleidigt ("Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen", aus dem Song "0815"). Stattdessen wehrten sie sich gegen Campino. Der Sänger hatte in seiner Rede das Verhalten der Rapper kritisiert und gesagt, dass mit Diskriminierung eine Grenze überschritten werde. 

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