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Echo: Campino fragt Kollegah und Farid Bang, wo die "Schmerzgrenze" ist

"0815" überschattet Echo  

Campino: "Für mich ist eine Grenze überschritten"

13.04.2018, 11:57 Uhr | mho, t-online.de

Promis reagieren: Kollegah und Farid Bang bekommen Echo für umstrittenen Rap-Song
Diese Echo-Promis sprechen sich gegen die Skandal-Rapper aus

Skandal beim Echo um die Rapper Kollegah und Farid Bang: Klare Worte der Promis auf der After-Show-Party. (Quelle: t-online.de)

Skandal beim Echo um die Rapper Kollegah und Farid Bang: Klare Worte der Promis auf der After-Show-Party. (Quelle: t-online.de)


Vor der Echo-Verleihung lösten die Rapper Farid Bang und Kollegah eine riesige Diskussion aus. Ihr Song "0815" enthält eine antisemitische Textzeile. Campino übt nun Kritik.

Gemeinsam mit seiner Band Die Toten Hosen gewann Campino den Echo in der Kategorie "Rock national". Doch aus seiner Dankesrede wurde vielmehr eine heftige Kritik. Kritik an dem Song "0815", in dem Farid Bang rappt, sein Körper sei "definierter als von Auschwitzinsassen". Der Ethikrat entschied letztlich, dass die beiden weiterhin nominiert bleiben sollten.

Mit den Toten Hosen sei er schon viele Jahre lang erfolgreich, sagte Campino und betonte: "Wir haben auch immer mal mit Provokationen und Tabubrüchen gearbeitet. Dieses Lied löst gerade eine Debatte aus, wie weit Kunst und Meinungsfreiheit gehen darf. Wann ist die moralische Schmerzgrenze erreicht?" Die Debatte sei wichtig, sie betreffe schließlich alle, sagte er. 

Farid Bang und Kollegah: Die beiden Rapper lassen sich von der Diskussion um ihren Song ganz offenbar nicht die gute Laune vertreiben. (Quelle: Andreas Rentz/Getty Images)Farid Bang und Kollegah: Die beiden Rapper lassen sich von der Diskussion um ihren Song ganz offenbar nicht die gute Laune vertreiben. (Quelle: Andreas Rentz/Getty Images)

"Ich spreche jetzt als Musiker zu anderen Musikern: Jeder von uns muss eine Linie ziehen, wo bei uns eine Grenze der Toleranz erreicht ist. An sich halte ich Provokation für wichtig und richtig", stellte er klar, doch: "Für mich persönlich ist diese Grenze überschritten, wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen gegen Andersdenkende geht und auch um die Diskriminierung jeder anderen Religionsform." Verbote und Zensur seien nicht die Lösung, meinte er, doch Campinos Ansage ist deutlich. 

Farid Bang und Kollegah bekamen von Moderator Amiaz Habtu die Möglichkeit, sich dazu zu äußern: "Also ich will hier keine Politikdebatte draus machen. Wir sind hier um zu feiern. Wer das Thema mit uns besprechen möchte, der kann das auf der Afterparty tun. Jetzt haben wir erstmal einen schönen Abend mit einer guten Show." Während Campinos Rede legte Kollegah sogar gelangweilt den Kopf auf den Tisch. 

Verwendete Quellen:
  • t-online.de live vor Ort bei der Echo-Verleihung 2018 am 12. April

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